Das größte in der Republik: Stelldichein der Feuerwehr-Oldtimer in Dauelsen

Gipfeltreffen in Signalrot

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Treffen der Generationen: In Dauelsen konnte jedes Alter vieles Interessante entdecken.

Verden-Dauelsen - Wer am Sonntag rot sehen wollte, der war in Dauelsen richtig. Rot war die dominierende Farbe beim zweiten Dauelser Feuerwehr-Oldtimertreffen. „Dieses Jahr ist es deutschlandweit mit Abstand die größte Veranstaltung dieser Art“, versicherte Hero Köppert, Niedersachsen-Präsident der Feuerwehrfreunde Oldenburg.

Das Einsatzfahrzeug „Flori 75/09“ hat die Feuerwehr Uchte in Dienst gestellt. 54 Jahre hat die BMW-Isetta auf dem Buckel.

Landrat Peter Bohlmann sprach bei der Eröffnung von einer Kombination der „Faszination Technik“ und der „Faszination Feuerwehr“. Beide seien groß und das zeige sich auf dem Dauelser Treffen, auf das viele Fans nach der Premiere 2009 lange warten mussten. Dafür hatten die örtliche Feuerwehr und ihr Förderverein, allen voran Horst Teubert, aber auch wieder so richtig was auf die Beine gestellt.

Das Gelände der Ortswehr an der Hamburger Straße hätte als Stellfläche für die vielen Fahrzeuge gar nicht ausgereicht, und so erstreckte sich die Ausstellungsfläche auch noch über die teilgesperrte Dorfstraße bis zum früheren Feuerwehrhaus. Zu bestaunen gab es echte Raritäten, wie das wohl kleinste Feuerwehrfahrzeug. Eine BMW-Isetta, Baujahr 1961. Bei der Hamburger Feuerwehr sollen diese Fahrzeuge im Einsatz gewesen sein. Heute gehört „Flori 75/09“ der Feuerwehr in Uchte.

Die weiteste Anreise hatte Horst Oelke aus Siegen in Nordrhein-Westfalen auf sich genommen. „337 Kilometer. Ich bin gegen fünf Uhr losgefahren und war um 9.30 Uhr in Verden“, verriet er. Das sei weder für ihn noch für das 1968 gebaute Tanklöschfahrzeug 16/30 ein Problem gewesen. „Es fährt noch mit Volldampf, schluckt dann aber 30 Liter“, doch das sei es ihm wert gewesen.

Feuerwehr-Oldtimertreffen in Dauelsen

Mit den Handdruckspritzen wurde ein Wettbewerb veranstaltet, und dabei mussten die Kameraden in ihren schmucken alten Uniformen ganz schön Gas geben. Wehe dem, der vorne beim Zusammenstecken langsamer war, als die Kameraden beim Pumpen.

Insgesamt wirkte das Ganze wie ein großes Treffen unter Freunden mit einem tollen Rahmenprogramm, zu dem ein Kran gehörte, der die Besucher in einer Gondel nach oben zog.

DLRG, DRK und Polizei waren mit Info-Ständen vertreten. Bei einem Ordnungshüter musste man aber zweimal hinschauen. „Polizei Berlin“ stand auf der Brust des Uniformierten und zwei Sterne prangten auf seiner Schulter. Ein Polizeiobermeister in Dauelsen im Einsatz? „Ich bin nur Hobby-Polizist“, verriet Torsten Brand aus Wildeshausen, der ebenfalls in der Feuerwehr-Oldtimerszene aktiv ist. „Ich dachte, immer nur rot ist auch langweilig und deshalb hat er sich einen alten Polizeiwagen zugelegt“. Ein Hingucker war er auf jeden Fall.

wb

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