Realschule entlässt vier Klassen/ Mehr als die Hälfte mit erweitertem Abschluss

Das Glück in die Hand nehmen

Ein Lied und viele Fotos aus der gemeinsamen Zeit zum Abschied. - Foto: Haubrock-Kriedel

Verden - Für die Schülerinnen und Schüler der vier Abschlussklassen endete gestern die Zeit an der Realschule. Während des Festaktes ließen sie die letzten Jahre ihrer gemeinsamen Schulzeit noch einmal Revue passieren und nutzen die Gelegenheit, sich auch bei ihren Lehrern zu bedanken. Schließlich überreichte Schulleiter Christian Piechot die hart erarbeiteten Zeugnisse der Mittleren Reife. Mehr als die Hälfte der Absolventen erreichte sogar den erweiterten Sekundarabschluss I.

Als Motto hatten sich die Schulabgänger ein Zitat von Nikolaus B. Enkelmann ausgesucht: „Es ist nicht entscheidend, als was wir geboren werden, welche Startbedingungen wir vorfanden, sondern was wir selbst daraus machen.“

Schulleiter Christian Piechot stellte die Frage, ob dieser Satz wirklich wahr sei. „Glück kann man nicht kaufen. Ob man glücklich ist, hat man jeden Tag selbst in der Hand. Macht Euch Gedanken woran Ihr das Glück festmachen könnt“, forderte er auf. Er sei als Schüler beim Musikmachen glücklich gewesen, dabei war es egal, dass er kein so teures Instrument besaß wie der Nachbarsjunge. „Glück hängt nicht davon ab, welchen Schulabschluss man habt oder was die Eltern machen“, stellte er klar. Der Schulabschluss sei allerdings ein Riesenschritt im Leben, „macht was draus“.

Auch Bürgermeister Lutz Brockmann bezeichnete die Mittlere Reife als einen guten Startpunkt. „Viele Betriebe in Verden warten auf junge Menschen, die etwas bewegen wollen.“ Glück hänge aber nicht allein von der Arbeit ab, ebenso wichtig seien zwischenmenschliche Beziehungen. „Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Freundschaften halten und sie Ihr Leben optimistisch gestalten“, so der Bürgermeister.

Elternvertreter Ralf Berg nahm in seiner Rede die „Generation Internet“ ein wenig auf die Schippe. „Früher war Hausarrest eine Strafe, heute hat man Schwierigkeiten, Euch aus dem Zimmer zu kriegen.“ Das WLan auszuschalten sei die beste Möglichkeit, um die Jugendlichen zu bewegen. „Das wahre Leben ist das, was links und rechts vom Handydisplay passiert“, erinnerte Berg. Auch die Gemeinschaft sei wichtig. Das, was man miteinander erlebt hat, bleibe in Erinnerung. „Macht Euren Weg“, forderte er die Jugendlichen auf.

Die Abschlussklassen verabschiedeten sich einzeln mit einem Lied. In Bildern wurden die gemeinsamen Jahre an der Realschule noch einmal lebendig. Da kam bei dem einen oder anderen schon ein bisschen Wehmut auf.

Anschließend dankten die Klassen den Lehrern, die sie jahrelang auf ihrem Weg begleitet haben. Dann gab es von Schulleiter Christian Piechot endlich die ersehnten Abschlusszeugnisse.

Für die besten Zeugniss des Jahrgangs wurden gestern Morgen Kübra Badur, 10c, und Jana Ahnemann, 10d , geehrt. Beide erreichten einen Notendurchschnitt von 1,3.

Für gute Leistungen ausgezeichnet wurden: Lea Grimme, 10b, und Maleena Noack, 10b, mit einem Durchschnitt von 1,5; Violetta Truschke, 10b (1,6), Marit Biermann, 10c (1,7), Halil Mutluant, 10d (1,8), sowie Lea Melches, 10a (1,9), und Laura Behnke, 10b (1,9). Großes soziales Engagement bewies Silva Hartmann, 10b. Für besondere Leistungen wurde Lutricia Düren, 10c, geehrt.J ahk

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