Luftfahrt-Verein zieht erste Corona-Bilanz / Sommerlager in Verden

Gleichzeitig laufen die Kosten weiter

Zehn von 59 ehrenamtlichen Funktionsträgern des Vereins in gebührendem Abstand: der neu gewählte Vorstand und Beirat mit (v.l.) Ralf Zieseniß, Santos Blume, Dieter König, Ursula Gottschalk, Carl-Christian Grigo, Jens Frenz, Heinrich Kracke, Malte Ehrichs und Enrico Moritz.
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Zehn von 59 ehrenamtlichen Funktionsträgern des Vereins in gebührendem Abstand: der neu gewählte Vorstand und Beirat mit (v.l.) Ralf Zieseniß, Santos Blume, Dieter König, Ursula Gottschalk, Carl-Christian Grigo, Jens Frenz, Heinrich Kracke, Malte Ehrichs und Enrico Moritz.

Verden – Die Flugzeugflotte spürbar aufgewertet, sehr gut ausgelastete Flugschulen für angehende Motor- und Segelflieger, weiterhin wachsende Mitgliederzahlen, hohe Frequenzen bei den Flugbewegungen, aber dann kam Corona. Die Auswirkungen der Pandemie standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Verdener Luftfahrt-Vereins, die unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln durchgeführt wurde. Dazu war eigens ein kompletter Hangar ausgeräumt worden. „Die wochenlange Reduzierung des Flugbetriebs fast auf Null, der Wegfall von Rundflügen und der Ausfall von imageträchtigen Veranstaltungen wie ,Verden fliegt’ belasten uns sehr, gleichzeitig laufen die Kosten weiter“, fasste Vereinsvorsitzender Heinrich Kracke die Lage zusammen.

Hoffnung liefere allerdings einer Mitteilung des Vereins zufolge der wieder aufgenommene Betrieb der Flugschulen Ende Mai, der verordnungskonform mit einem Hygienekonzept über die Bühne gehe. „Zum Glück verfügen wir über eine überdurchschnittliche Anzahl ehrenamtlicher Fluglehrer, sodass wir der spürbar gestiegenen Nachfrage Herr werden.“ Ob in diesem Bereich vielleicht sogar die Vorjahreszahlen erreicht würden, darauf erwarte man erste Trendmeldungen bis Ende des Monats. Vom 19. Juli bis 2. August findet das traditionelle Sommerlager diesmal nicht irgendwo in der Fremde, sondern auf dem Flugplatz Scharnhorst statt. „Für Flugschüler eine ideale Möglichkeit, im täglichen Betrieb die Fähigkeiten zu verfeinern. Gleichzeitig können sich Interessierte durchgängig auf dem Flugplatz über Segel- und Motorflug informieren.“

Weit entfernt sei man von den 8700 Flugbewegungen, die noch 2019 das zweitbeste Ergebnis in der 60-jährigen Flugplatzgeschichte markierten. Davon allein 2 500 Flüge von und nach Verden mit knapp 90 Reisezielen im In- und Ausland. Das sei im laufenden Jahr nicht mehr erreichbar. Der einzige öffentliche Verkehrslandeplatz im Landkreis Verden blieb zwar in den Monaten des Lockdowns wie alle Bestandteile der Infrastruktur geöffnet, war aber wie die gesamte Luftfahrt auf Abruf gestellt. „Sonst sind die Monate März bis Mai die Hauptflugmonate, diesmal verzeichneten wir noch knapp ein Dutzend Flugbewegungen“, so der Vorsitzende.

Vorangekommen ist das Vereinsteam mit 59 zu besetzenden ehrenamtlichen Positionen aber bei der Zukunftssicherung des Flugplatzes, das unter dem Titel „Projekt 2022“ zusammengefasst ist. Gemeinsam mit der Stadt Verden sei es gelungen, die Start- und Landebahn auf wirtschaftlich sichere Füße zu stellen. Dafür sei der Verein Bürgermeister Lutz Brockmann sowie den Rats-Fraktionen zu großem Dank verpflichtet. Der Verein wende rund 300 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden pro Jahr zur Instandhaltung der Piste auf, deren Zustand alle sechs Wochen von der Landesluftfahrtbehörde geprüft werde.

Vorstandswahlen rundeten die Versammlung ab. Vorsitzender Heinrich Kracke wurde ebenso für zwei Jahre gewählt, wie die Stellvertreter Carl-Christian Grigo, Dieter König und Santos Blume sowie Kassenwartin Ursula Gottschalk, Schriftführer Malte Ehrichs, Jugendwart Enrico Moritz, die Ausbildungsleiter Daniel Dibbern (Segelflug und Ultraleicht) sowie Jens Frenz (Motorflug), Hauptflugleiter Dieter König und Platzwart Ralf Zieseniß. Mit einer einstimmig beschlossenen Satzungsänderung sollen ferner die Entscheidungswege im Falle von Kontaktbeschränkungen erleichtert werden.

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