Kommunionkinder von St. Josef und ihre Familien auf dem Pilgerpfad

Dem Glauben „Beine machen“

Gemeinsam mit ihren Familien und unter der Leitung von Barbara und Eberhard Walther pilgerten die Kommunionkinder von der katholischen Kirchengemeinde St. Josef von Etelsen nach Langwedel. - Foto: Niemann

Verden - Dem Glauben im wahrsten Sinne des Wortes „Beine gemacht“ haben mehrere Familien der Kommunionkinder von der katholischen Kirchengemeinde St. Josef in Verden. Gemeinsam mit den Wegbegleitern Barbara und Eberhard Walther pilgerten sie von Etelsen nach Langwedel.

„Der Tag war für die Kommunionkinder, Eltern und Geschwister eine gute Möglichkeit, in der Natur über ihren weiteren Glaubensweg nachzudenken“, so Walther. Mit Pilgerstab und Rucksack ausgestattet, startete die Gruppe am Bahnhof in Etelsen und erreichte bereits nach wenigen Metern die evangelische Kirche Zum guten Hirten, wo Pastor Martin Beckmann sie herzlich willkommen hieß. Bei einer kurzen Andacht erfuhren die Familien einiges über den Heiligen Jakobus und den nach ihm benannten Jakobsweg, außerdem bekam jedes Kind eine kleine Muschel geschenkt. An der Mühle „Jan Wind“ stand das Thema „Korn“ im Vordergrund, denn aus Korn kann Brot werden, ebenso wie aus kleinen Glaubenskörnern Nahrung für die Seele entstehen kann.

Das schöne Renaissanceschloss Etelsen war die nächste Station für die Familien, die überrascht waren, dass auf dem Schlossparkgelände in früheren Jahren einmal ein Tierpark zu finden war. Dort stand für Eltern und Kinder eine Vertrauensübung auf dem Programm.

Nach dem Verbinden der Augen mussten sich Kindern und Eltern abwechselnd führen. „Ich kann den Weg nicht sehen und bin auf Hilfe angewiesen. Ich lasse mich führen und vertraue darauf, dass jemand aufpasst, wenn ich zu stolpern drohe“, hieß es hier.

Auf Wiesen- und Feldwegen pilgerte die Gruppe weiter und Barbara Walther gab ihnen vielfältige meditative Impulse. Beispielsweise regte sie die Teilnehmer an, einmal darüber nachzudenken, wie wertvoll und einmalig jeder Mensch doch sei. Für jede gute Anlage und Fähigkeit wurden Steine gesammelt, aus denen die Familien am Cluvenhagener See kleine Türme bauten. Die Botschaft dahinter ist klar: Gemeinsam kann man viel erreichen,weil Gott jedem Menschen viele Talente gegeben hat.

Nach einem Picknick am See folgten die Pilger einem schmalen, von alten Bäumen begrenzen Pfad entlang der Alten Aller, der ihnen die Möglichkeit bot, die Schönheit der Schöpfung wahrzunehmen und zu erkennen.

Vorletzte Station auf dem Pilgerweg war die Freilichtbühne in Daverden. Zum Abschluss erklärte Eberhardt Walther dann noch Wissenswertes über die aus dem 12. Jahrhundert stammende Daverdener St. Sigismund Kirche. Ihre Altarbilder von der Kreuzigung und der Auferstehung Jesu konnten die Kinder gut mit dem zurückliegenden Osterfest in Verbindung bringen.

Das Ehepaar Walther bietet in den kommenden Monaten noch mehrere begleitete Pilgerwanderungen in der Lüneburger Heide an. Nähere Informationen finden Interessierte im Internet unter www.pilgern-norddeutschland.de oder telefonisch unter 04231/84900. - nie

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