Buden auf dem Verdener Weihnachtsmarkt abgebaut

Die Reißleine gezogen

Ein weißer Lkw steht bereit. Im Vordergrund ist Tannengrün mit roten Kugeln zu sehen. In der Mitte steht eine Bühne, rechts sind die Stufen der Rathaustreppe zu sehen.
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Für den Abtransport ist alles vorbereitet: Der Weihnachtsmarkt ist geschlossen, die große Bühne wird wieder zerlegt.

Es hatte einfach keinen Sinn mehr. Durch die verschärften Corona-Regeln hatte kaum noch jemand Zugang zu den Buden für Speisen und Getränke auf dem Verdener Weihnachtsmarkt. Der Umsatz brachte nichts mehr ein. Um nicht noch mehr ins Minus zu geraten, zogen die Marktbeschicker unter dem Schirm des Vereins Veranstaltungen für Verden die Konsequenzen.

Verden – Schluss, aus und vorbei. Der Verdener Weihnachtsmarkt 2021 ist Geschichte. Am Dienstagvormittag ist die große Bühne abgebaut worden, die meisten Buden verschwanden im Laufe des Tages, ein paar blieben stehen, um anschließend auseinanderzurücken. Sie werden im Bereich des Rathauses wieder aufgebaut. Das ist dann kein Weihnachtsmarkt mehr, was bedeutet, dass die harte 2G-plus-Regel gelockert werden kann.

Geimpfte oder Genesene dürfen sich am Glühwein-Stand von Henry Stummer aufhalten oder gegenüber eine Bratwurst essen. Alles mit Abstand, versteht sich, aber nicht mehr erst nach Vorlage eines tagesaktuellen Testergebnisses.

Für alle, die abbauen, ist die Entscheidung des Vereins Veranstaltungen für Verden wohl eher ein Segen. Vorsitzender Hüseyin Tavan: „Die Marktbeschicker haben gewollt, dass es aufhört.“ Viele von ihnen hätten Alternativen und hofften, das Minus in der Kasse irgendwie noch auszugleichen. „Es war eine schwere Entscheidung, doch jetzt sind wir froh, ohne noch größerem Schaden aus der Sache herauszukommen.“ Gleichwohl findet Tavan es sehr schade für die Kinder, dass jetzt die Konsequenzen gezogen worden sind, aber: „Die Gesundheit geht vor.“

Schließung des Weihnachtsmarktes am Montagabend beschlossen

Gemeinsam mit der Stadt Verden hatte der Verein Veranstaltungen für Verden am Montagabend eine Pressemitteilung herausgegeben, in der über die Schließung des Weihnachtsmarktes informiert wurde.

Die Begründung: „Die seit der vergangenen Woche geltenden Corona-Maßnahmen für Weihnachtsmärkte (2G+-Regelungen bei Imbiss und Ausschank) führen zu anhaltenden, erheblichen Einbußen bei den Besucherzahlen und Einnahmen der Schaustellerbetriebe und Kunsthandwerkerinnen und -handwerker. Daher haben sich zum Bedauern des Veranstalters und der Stadt bereits einige der Schaustellerbetriebe sowie Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker entschlossen, ihre Geschäfte abzubauen und den Rathausplatz zu verlassen, um weitere finanzielle Schäden zu vermeiden. Durch die entstehenden Lücken lässt sich der Weihnachtsmarkt nicht mehr in dem gewohnten stimmungsvollen und vorweihnachtlichen Ambiente durchführen. Die entsprechende Marktfestsetzung wurde daher durch die Stadt Verden, auch mit dem Ziel, weitere finanzielle Schäden für die teilnehmenden Schaustellerbetriebe und Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker zu vermeiden, mit Wirkung zum 7. Dezember 2021 widerrufen.“

Glühweinbude bleibt und darf jetzt unter der 2G-Regel ausschenken

Mit der Schließung ist der Verein nicht mehr zuständig, die paar verbleibenden Buden rechnen nun mit der Stadt ab und genießen deren Unterstützung. Patrick Düsselbach (Marktwesen) hat den wenigen Verbleibenden den Platz für ihren Neustart bereits zugewiesen.

Raphael Forke stapelt Weihnachtsbäume auf dem Podest. Sie sollen versteigert werden.

Derweil stapeln sich auf dem Podest Weihnachtsbäume, die als Absperrung oder Dekoration gedient hatten. Raphael Forke vom Crêpes- und Schmalzkuchenstand packte ordentlich mit an, um den Platz aufzuräumen. Die Bäume sollen für einen guten Zweck versteigert werden.

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