Polizist gibt Senioren Tipps zum sicheren Surfen

Gewappnet gegen die Gefahren der digitalen Welt

+
Kriminaloberkommissar Joachim Kopietz spricht im Gemeindehaus Str. Josef über Sicherheit im Internet.

Verden - Auch ältere Menschen sind heute zunehmend im Internet unterwegs. Im Netz gibt es nicht nur umfassende Informationen und Unterhaltung, sondern auch viele Angebote, die den Alltag erleichtern. Gerade Seniorinnen und Senioren sollten dabei aber die Sicherheit beim Surfen im Internet nicht aus den Augen verlieren.

Anders als die jüngere Generation sind sie nicht mit Computern, Tablets und Smartphones aufgewachsen. Daher sind ihnen die Gefahren, die in der digitalen Welt lauern, oft gar nicht bewusst. Auf Einladung der Katholischen Frauengruppe St. Josef war Kriminaloberkommissar Joachim Kopietz, Beauftragter für Kriminalprävention, zu Gast im Gemeindehaus. Er gab den interessierten Zuhörern nützliche Tipps zum sicheren Surfen und klärte über die Maschen der Internetbetrüger auf.

Am Anfang stand die Frage, wer überhaupt regelmäßig im Internet unterwegs ist. Von den 20 Anwesenden war das immerhin die Hälfte. „Wie sicher sind Sie im Umgang mit Computer und Internet? Fallen Sie auf die Tricks der Cyberkriminellen herein?“, lauteten die nächsten Fragen.

Wissensstand überprüft

Um das Wissen der Zuhörerschaft zu prüfen, hielt Kopietz sich an Themen aus dem „Internetführerschein“. Zunächst riet der Präventionsbeauftragte aber dringend davon ab, mit dem Administratorkonto ins Internet zu gehen. „Wird dieses Konto gehackt, kann der Angreifer alles mit dem Rechner machen“, erklärte er.

Die Senioren erfuhren dann, wie wichtig ein sicheres Betriebssystem, eine Firewall sowie ein aktueller Browser und auch ein Virenschutz auf dem neuesten Stand sind.

Dass man keine Anhänge von E-Mails mit unbekannten Absendern öffnen soll, wussten alle. „Oft sind betrügerische Mails aber personalisiert, sodass man schnell hereinfallen kann“, warnte Kopietz. Ein mit Viren und Trojanern verseuchter Rechner könne die Folge sein. Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass in der Adresszeile einer Internetseite immer „https“, steht, nur dann ist die Verbindung sicher. Wer ganz sicher gehen will, kann die Einstellungen so ändern, dass keine Anhänge übermittelt werden, sondern einzeln freigeschaltet werden müssen.

Bei Online-Banking vorsichtig sein

Auch Online-Banking ist für Senioren ein Thema. Von den Anwesenden erledigten zwei ihre Bankangelegenheiten am Computer. Kopietz warnte eindringlich davor, niemals irgendwelchen Links zu folgen und dort die Kontodaten anzugeben. „Sicher ist es nur, wenn man sich direkt auf seinem Konto einloggt“, betonte er. 

Bei Unsicherheiten könne man telefonisch bei der Bank nachfragen. Auch bei Nachrichten von „Freunden“ in sozialen Netzwerken sei Vorsicht geboten, hier sollte man nicht unbedarft irgendwelchen Links folgen. Mit Blick auf die nahende Urlaubszeit riet der Kriminaloberkommissar zur Vorsicht bei der Nutzung von offenen W-Lan-Spots. „Sie wissen nichts über die Sicherheitseinstellungen des fremden Netzes.“

ahk

Weitere Infos zum sicheren Surfen unter www.bsi-fuer-buerger.de und www.polizei-prävention.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Wie werde ich Luftverkehrskaufmann/-frau?

Wie werde ich Luftverkehrskaufmann/-frau?

Erntefest in Neddenaverbergen 

Erntefest in Neddenaverbergen 

Trecker-Oldtimer-Treff in Vethem

Trecker-Oldtimer-Treff in Vethem

Schwarmer Familientriathlon

Schwarmer Familientriathlon

Meistgelesene Artikel

SPD-Fest ohne Sigmar Gabriel

SPD-Fest ohne Sigmar Gabriel

Scharnhorst: Vor 750 Jahren erstmals urkundlich erwähnt

Scharnhorst: Vor 750 Jahren erstmals urkundlich erwähnt

Radfahrer übersehen: 16-Jähriger schwer verletzt

Radfahrer übersehen: 16-Jähriger schwer verletzt

Verlegenheitslösung mit vielen Fragezeichen

Verlegenheitslösung mit vielen Fragezeichen

Kommentare