Kriminalprävention warnt vor Kauf von auffällig günstigen Wagen

Gestohlene Autos gehandelt

Landkreis - Zwei Verdächtige, die mit gestohlenen Autos gehandelt haben sollen, hat die Polizeiinspektion Verden/Osterholz ermittelt. Das teilt Inspektionssprecher Helge Cassens in einer Pressemitteilung mit. Seit November 2015 hat die Verdener Kriminalpolizei zusätzlich sechs hochwertige Autos der Marken BMW und Range Rover sichergestellt.

Die Autos waren zuvor in Frankreich, Belgien, Hamburg und Schleswig Holstein entwendet worden. Sie waren mit gefälschten Zulassungspapieren über den Online-Fahrzeugmarkt „mobile.de“ angeboten worden. Die Preise lagen teilweise erheblich unter dem üblichen Marktwert.

Die Übergabe der Autos sei dann in Achim, Oyten oder auch Ottersberg vonstatten gegangen. Dazu hätten die Verkäufer einen vorbereiteten Kaufvertrag mitgebracht und sich nach bisherigen Erkenntnissen mit falschen Personalpapieren ausgewiesen.

Bei dem Versuch, die Fahrzeuge dann zuzulassen, fiel den neuen „Besitzern“ auf, dass sie als gestohlen registriert waren. In zwei Fällen hätten misstrauisch geworde Kaufinteressenten die Polizei informiert. Zwei Personen konnten die Beamten der Polizeiinspektion Verden/Osterholz daraufhin als Verkäufer der zwischenzeitlich sichergestellten Autos ermitteln.

Die beiden 46 und 47 Jahre alten Männer aus Hamburg sind jetzt des gewerbsmäßigen Betruges sowie der Urkundenfälschung verdächtig. Gegen den 46-Jährigen erließ das Amtsgericht Verden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Verden bereits am 23. Januar Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Bei der Durchsuchung bei einer Oytener Firma hätten die Beamten Mitte April drei weitere in Hamburg und Belgien gestohlene Fahrzeuge sichergestellt.

Leidtragende seien in Fällen wie diesen vor allem die Käufer der gestohlenen Wagen. Um sie zu schützen, rät die Polizei daher, besonders dann misstrauisch zu werden, wenn ein Auto deutlich unter dem Marktwert angeboten wird. Dasselbe gilt, wenn der Verkäufer nicht zugleich der Halter ist und die Übergabe an ungewöhnlichen Ortenstattfinden soll.

Oft werde noch dazu unter Zeitdruck auf Barzahlung bestanden. Joachim Kopietz, Beauftragter der Kriminalprävention bei der Polizeiinspektion Verden/Osterholz empfiehlt: „Lassen Sie sich nie drängen, prüfen Sie die Identität des Verkäufers und die Papiere des Fahrzeugs. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Kaufinteressenten gemeinsam mit den Verkäufern zur Zulassungsstelle gehen, um das Auto umzumelden. Alternativ können Sie gemeinsam mit dem Verkäufer einen technischen Überwachungsdienst oder eine Fachfirma aufsuchen, die die Identität des Fahrzeugs überprüfen können.“

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