Auftakt des Festivals mit Stefanie Heinzmann

Jazz & Blues – alles easy und entspannt

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Stefanie Heinzmann rockte gestern Abend die ausverkaufte Stadthalle in Verden. Fotos (2): Wienken

Verden - Von Markus Wienken. Die Halle im Dämmerlicht und dann ist sie da – voll da: Stefanie Heinzmann auf der Bühne – und Verden zieht mit: Arme in die Luft, die Menge rockt im Takt – genauso wie die Vollblutmusikerin. Mal kraftvoll und energiegeladen, mal charmant und nah bei ihren über 1000 Fans. Das Eis ist schnell gebrochen.

Dass es Freitagabend in der Halle abging, daran haben eine ganze Menge Leute gearbeitet. Beim offiziellen Empfang, vor dem Konzert im Deutschen Pferdemuseum, durften sich die Macher vom Verein Jazz- und Blues-Tage dafür ein wenig feiern lassen. Sponsoren, Schirmherr und viele ehrenamtliche Helfer waren darunter. Landrat Peter Bohlmann lobte: „Es ist schon erstaunlich, dass es den Organisatoren immer wieder gelingt, ein derartiges Programm auf die Beine zu stellen.“ Und weiter: „Dass Stefanie Heinzmann heute hier ist, ist schon etwas Besonderes.“ Erst 26 Jahre alt, sei der Auftritt ein Beleg dafür, dass der Blues eine Zukunft habe. Der Schirmherr der Jazz- und Blues-Tage versprach: Nicht nur das abendliche Konzert mit Stefanie Heinzmann, auch das weitere Programm an den folgenden Tage habe es in sich: „Das ist allerhöchste Qualität“, so der Jazz- und Bluesfan.

Silke Korthals, Vorstand der Kreissparkasse Verden, freute sich ganz besonders auf den Auftritt. „Ich kann den Verein nur beglückwünschen und bin schon gespannt, was als nächstes kommt. Wir sind auf jeden Fall wieder dabei.“ Joachim Weiland, Chef der Stadtwerke und weiterer maßgeblicher Sponsor, prophezeite den Gästen: „Mit dem Konzert hat der Verein einen richtig guten Griff getan.“

Stefanie Heinzmann eröffnet Festival in Verden

Volkmar Koy, Vorsitzender des Vereins Jazz- und Blues-Tage, und seine Mitstreiter hörten es gern. Koy war am Nachmittag noch einmal mit Stefanie Heinzmann um die Stadthalle geschlendert: „Lass uns ganz easy an die Sache rangehen“, so der O-Ton der Sängerin. „Eben einfach und sympathisch“, so Koy bei der Begrüßung der Gäste. Er versprach dem Publikum einen außergewöhnlichen Abend.

Stefanie Heinzmann eröffnet Jazz & Bluestage - Teil 2

Nach der „Pflicht“ kam die „Kür“. Vom Pferdemuseum rüber in die benachbarte Stadthalle – zu Stefanie Heinzmann. Ganz locker, ganz unkonventionell, Stühle und Tische raus, rocken mit Star und Publikum war angesagt. Support Damian Lynn brachte die Fans im Vorprogramm auf ordentliche Betriebstemperatur, ehe die Schweizerin die Bühne stürmte. Mal messerscharf, mal ganz zart und weich, Stefanie und ihre Jungs spielten einen bunten Mix aus allen vier Alben. Egal, ob vom aktuellen Album „Chance of Rain“ oder ältere Lieder, die Fans waren textsicher dabei (ein ausführlicher Konzertbericht folgt in unserer nächste Ausgabe.)

Wer gestern nicht im Konzert war, der kann sich auf noch mehr Jazz- und Blues freuen, und die Nacht von Sonnabend auf Sonntag zum Tag machen. 14 Bands an 14 Orten und das für zwölf Euro. Als da wären Memo Gonzales & The Bluescasters. Seine Erscheinung ist pure Energie: 300 Pfund lebendiger Blues, Swing und Rock‘n Roll im Domgymnasium, wo Gonzales zusammen mit Alegra & the Özdemirs Gas gibt.

In Glander‘s No.13 liefern sich die Saxofone von The Toughest Tenors einen Wettstreit, Journeymen begeben sich in der Bodega auf Claptons Spuren und Mohawk spielen Jazz und Funkrock im Mais. Die Band Nimm 3, auf der Bühne im Lugenstein verspricht richtig guten Rock.

Außerdem am Start: Slide Riders (La Piazza); Greyhound George (Nagelschmiede); Organ Explosion (Kornbrennerei); Zed Mitchell (Portofino); Matt Jacobs Band (Cappuccino); Chief Rockhead (Sottis); Damian Lynn (Pades); Salty Blue Notes (Domlounge) sowie ein „virtuoses Versprechen“ mit Stephan König und Florian Poser im Klavierhaus Helmich.

Karten im Vorverkauf für die Jazz- und Blues-Nacht gibt es bei der Verdener Aller-Zeitung für zwölf Euro. An der Abendkasse kosten die Tickets 15 Euro.

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