Pades-Spende in Höhe von 1 470 Euro ermöglicht Lebenshilfe-Krippe ein Hochbeet

Geschmackserlebnis: Köstliches frisch aus der Erde

Bei der Übergabe des Geldes in der Restaurantküche: Sarah Thies (Elternvertreterin), Inhaber Wolfgang Pade, die Krippenkinder Cara, Dominik und Flynn, Einrichtungsleiterin Kirsten Piontek (v.l.) und vorne Torsten Pickert (Öffentlichkeitsarbeit Lebenshilfe). Foto: Raczkowski

Verden – Wolfgang Pade freut sich: Die aktuelle Spende seines Restaurants kommt einem Zweck zugute, der dem Spitzenkoch selbst am Herzen liegt. Von den 1 470 Euro will die Lebenshilfe Verden ein Hochbeet anschaffen, das Kindern den Wert frischer Lebensmittel vermitteln soll.

Das Geld war im Rahmen der Kaffeespende-Aktion zustandegekommen, die bei den Besuchern des Restaurants Pades nach wie vor gut ankommt: Pade verlangt einen Monat lang für jedes Heißgetränk nur 1,80 Euro. Alles, was die Gäste darüber hinaus geben, wird für einen konkreten Zweck gespendet – in diesem Fall für das Hochbeet der Lebenshilfekrippe aus Blender. „Um zum Spenden zu motivieren, verlosen wir unter den vier Kunden, die am meisten gegeben haben, ein Fünf-Gänge-Menü für vier Personen“, so Pade, der gestern bei der Spendenübergabe dann auch gleich den diesjährigen Gewinner bekannt gab: Lutz Langer aus Bad Fallingbostel darf sich freuen. In früheren Jahren hatten von der Spende zum Beispiel das Frauenhaus profitiert, ein Jugendzentrumsprojekt oder Unicef.

Dass diesmal ein Projekt unterstützt wird, das mit Ernährung zusammenhängt, sei ein „toller Zufall“, sagt Christoph Bisewski, Leiter Marketing und Öffentlichkeitsarbeit der Lebenshilfe Verden. „Das ist eine runde Sache“, konstatierte auch sein Kollege Torsten Pickert.

Kirsten Piontek, Leiterin der Krippe „Die Weltentdecker“, erklärt, wie der Wunsch nach dem Hochbeet zustande kam: Wer Kinder habe oder mit ihnen arbeite, kenne diesen Moment: „Die Kleinen schieben ihren Teller weg und sagen: ,Bäh’.“ Die Mitarbeiterinnen hätten sich deswegen einmal zusammengesetzt und überlegt. „Was war denn eigentlich in unserer Kindheit das Leckerste, was wir gegessen haben?“ Da seien Erinnerungen aufgekommen, an Omas Küche vor allem. „Aber auch an diesen Moment, wenn man eine Mohrrübe aus der Erde zieht, diese putzt und direkt hineinbeißt.“ Dieser Geschmack sei mit nichts zu vergleichen. „Und diese Erfahrung wollen wir eben auch den Kindern ermöglichen.“

Wolfgang Pade stimmt zu: „Die Geschmacksbildung bei Kindern ist heute wichtiger denn je.“ Ihm falle, wenn er mit Jugendlichen arbeite, oft auf, dass deren Fähigkeit, frische Lebensmittel am Geschmack zu erkennen, immer mehr nachlasse. „Und ich rede da jetzt nicht von Topinambur oder so, ich meine so etwas Schlichtes wie zum Beispiel eine Melone.“

Im Hochbeet will die Einrichtung Möhren anpflanzen, Tomaten und vielleicht auch Kräuter. „Radieschen“, schlägt Pade vor. „Wenn ein Radieschen eine Woche lang durch die Gegend gefahren wird, ist klar, dass es dann nicht mehr schmeckt und nur noch rot-weiße Deko auf dem Teller ist.“ Wenn es aber frisch aus der Erde komme, sei es scharf und köstlich. Auch Borretsch sollte die Krippe anbauen, riet der Koch. „Die blauen Blüten schmecken ganz süß.“  rei

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