Stadt Verden hat genug Streugut in den Silos

Winter in Verden kann kommen: Gerüstet für Schnee und Eis

Wenn der Winter nach Verden kommt: Richtig viel Schnee fiel zu Beginn des Jahres 2017, hier im Allerpark. Der städtische Betriebshof ist bestens vorbereitet, die Salzsilos sind voll.
+
Wenn der Winter nach Verden kommt: Richtig viel Schnee fiel zu Beginn des Jahres 2017, hier im Allerpark. Der städtische Betriebshof ist bestens vorbereitet, die Salzsilos sind voll.

Verden – Der Winter lässt, wie gewohnt, auf sich warten. Doch wenn das Thermometer sich um null Grad bewegt, Regen und Schnee grieseln, ist der Betriebshof bereit. „Die Salzsilos sind voll, geschätzte 100 Kubikmeter. Damit kommen wir erst mal hin“, so Julian Lenz, Leiter des Betriebshofes in Verden.

Ein bisschen Erfahrung, der Blick auf die Wetterauskunftsapp, die Mannschaft des Winterdienstes geht, wenn notwendig, nach klaren Regeln vor. „Schneit es, wird’s glatt, stehen bis zu 17 Fahrzeuge auf dem Gelände, die, bei Bedarf, auch alle ausrücken können“, so Lenz. Klar, ein bisschen geschraubt werden muss noch, Schneeschieber, Bürstenkopf und Salzschleuder liegen derzeit noch unberührt und gut gepflegt im Hangar. „Die Geräte lassen sich aber mit ein paar Handgriffen anbringen und sind dann betriebsbereit“, sagt Lenz.

Betriebshof Verden: Blick auf die Wetterapp

Was der Winterdienst auf die Straße bringt, ist schon lange kein reines Salz mehr, „Wir haben uns für ein Gemisch entschieden. Dabei handelt es sich um flüssige Sole, mit einem vergleichsweise um 30 Prozent reduzierten Salzanteil“, erklärt Rainer Kammermann, Leiter Fachbereich Straßen- und Stadtgrün. Das käme auch der Natur, insbesondere den Bäumen am Straßenrand, zugute. Aber das Streugut bringe noch einen Vorteil mit: „In flüssiger Form lässt sich die Sole deutlich besser und, auch bei Wind, deutlich zielgenauer aufbringen. Und wenn das Flüssigsalz auf der Straße liegt, ist auch die Wirksamkeit erheblich größer als beim Salz in trockener Form“, weiß Kamermann.

Also flüssige Sole, da wo es nicht anders geht. Auf der Bundesstraße 215, auf den Landstraßen und den Fuß und Radwegen, insbesondere entlang des Bürgerparkes, werde zu allererst geräumt. „Die Einfallstraßen und -wege in die Stadt“, so Kamermann. Einen geschulten Blick werfen die Verantwortlichen auf die Unterführungen, insbesondere auf den Holzmarkttunnel. „Der rote Klinker zieht den Frost an, ein leicht abschüssiges Gelände, ohne Einsatz von Salz geht es nicht“, weiß Kamermann. Auch die Südbrücke reiht der Fachbereichsleiter in die Kategorie ein. Aber es gelte die Devise: „Mit Augenmaß. Viel hilft nicht immer viel.“

Verdener Fachbereichsleiter: „Die Menschen müssen sicher in die Busse“

Wird’s nicht nur glatt, fällt auch noch Schnee, müssen die schweren Geräte ran. „Auch dann räumen wir zunächst die Hauptverkehrsverbindungen“, sagt Kamermann. Dazu gehöre, neben den genannten Straßen sowie den Rad- und Fußwegen, auch der Lüneburger Weg. „Eine wichtige Verbindung zu den verschiedenen Schulen“, so der Fachbereichsleiter. Unterwegs sind dafür nicht nur die kleinen flinken Schneeschieber, die in jede Ecke kommen, sondern auch die großen Raumfahrzeuge, die ordentlich was wegschaffen. „Wo es nicht anders geht, wird auch per Hand gearbeitet“, so Lenz. Dazu gehören auch Treppenstufen, die Fußgängerzone oder Haltestellen der öffentlichen Verkehrsbetriebe. „Die Menschen müssen schließlich sicher in die Busse kommen“, sagt Kamermann.

Gearbeitet wird dafür beim Betriebshof im Zwei-Schicht-System. Jeweils zu zweit gehen die Mitarbeiter mit den 17 Fahrzeugen auf Tour. Coronabedingt mit einem Fahrer sowie einem Beifahrer, der aus Abstandsgründen hinten rechts sitzt. Auch das habe sich bewährt.

Städtischer Betriebshof Verden: Arbeit im Zwei-Schicht-System

Den Wintereinbruch fürchten und dass der Stadt vielleicht sogar das Flüssigsalz ausgehen könnte, davon kann bei der Stadt Verden bislang keine Rede sein. „Der Vorrat in den Silos reicht für einen Dauereinsatz von zehn Tagen“, weiß Kamermann. Neigt sich das Streugut dem Ende zu, kann innerhalb von 48 Stunden nachgeliefert werden. „Das ist vertraglich abgesichert“, erklärt der Fachbereichsleiter.

Anwohner müssen räumen - aber möglichst wenig Salz streuen

In die Pflicht nimmt die Stadt, wenn es glatt wird oder schneit, aber auch die Anwohner. Kamermann: „Ob Fuß- oder Radweg, grundsätzlich solle ein Weg von ein- bis eineinhalb Metern geräumt und frei von Eis sein.“ Auch in dem Fall, so die Bitte, besser Schnee fegen oder abschieben und dann mit Sand oder Granulat streuen. Kammermann gibt aber zu: „Manchmal lässt sich Salz nicht vermeiden. Auch dann gilt die Regel, viel hilft nicht immer viel.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Sind digitale Wohnungsbesichtigungen im Kommen?

Sind digitale Wohnungsbesichtigungen im Kommen?

Kremlgegner Nawalny in Moskau festgenommen

Kremlgegner Nawalny in Moskau festgenommen

Biathlon in Oberhof: Die Bilder zu den Weltcups in Deutschland

Biathlon in Oberhof: Die Bilder zu den Weltcups in Deutschland

Laschet zum neuen CDU-Vorsitzenden gewählt

Laschet zum neuen CDU-Vorsitzenden gewählt

Meistgelesene Artikel

Von 250 auf 37: Das Inzidenzrätsel

Von 250 auf 37: Das Inzidenzrätsel

Von 250 auf 37: Das Inzidenzrätsel
In Verden fallen Schüsse: Polizei sucht nach Tätern

In Verden fallen Schüsse: Polizei sucht nach Tätern

In Verden fallen Schüsse: Polizei sucht nach Tätern
Eltern empört: Fast alle Geräte auf zwei Bierdener Spielplätzen abgebaut

Eltern empört: Fast alle Geräte auf zwei Bierdener Spielplätzen abgebaut

Eltern empört: Fast alle Geräte auf zwei Bierdener Spielplätzen abgebaut
Ab heute: Wer bietet am meisten?

Ab heute: Wer bietet am meisten?

Ab heute: Wer bietet am meisten?

Kommentare