„Wie finden Sie den Weihnachtsmarkt?“

Besucher und Betreiber urteilen über Verdener Weihnachtsmarkt

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Monika Bornscheuer gilt als Urgestein des Verdener Weihnachtsmarktes und findet ihn „natürlich klasse“.

Verden - Von Christoph Wennhold. Mit Lichterketten, Weihnachtsbaum auf dem Podest und der kleinen Budenstadt drumherum kommt Weihnachtsstimmung in Verden auf. Die Verdener Aller-Zeitung wollte wissen, wie es um die Qualität des festlich dekorierten Rathausplatzes bestellt ist. Eine einfache Frage, die Besuchern und Standbesitzern gestellt wurde, soll Aufschluss geben: „Wie finden Sie den Weihnachtsmarkt?“

Ein Urgestein des Marktes ist Monika Bornscheuer, Standinhaberin von „Monis Suppentopf“. Sie muss nicht lange nachdenken: „Natürlich klasse! Hier gibt es einzigartige Suppen.“ Sie fügt hinzu, während sie zu ihrem Kollegen Klaus Schwarze herüberschaut: „Und mega leckere Pizza.“

Klaus Schwarze, Betreiber des mobilen Capuccino-Standes, muss nicht erst um seine Meinung gefragt werden. Sein spontaner Kommentar: „Der Markt wird immer besser, jedes Jahr. Es fehlt nur etwas Schnee für die weihnachtliche Stimmung.“

Die ganze Innenstadt leuchtet

Das Vorstandsmitglied des Vereins „Veranstaltungen für Verden“ zieht eine insgesamt positive Bilanz schon in den ersten Tagen dieses jährlichen Events.

Sascha Schau, stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Veranstaltungen für Verden“, der den Crêpes-Stand zusammen mit einem Kollegen betreibt, fällt ein durchweg positives Urteil darüber, wie es um den Verdener Weihnachtsmarkt bestellt ist. Er zeigt auf die neu angebrachten Lichterketten über der Budenstadt: „Die ganze Innenstadt ist beleuchtet.“ Schau merkt zwar an: „Der Eröffnungstag war so richtig verregnet“, fügt aber sofort hinzu: „Es ist gemütlich auf dem Weihnachtsmarkt und das Warenangebot stimmt.“ Er hebt hervor, dass der Verdener Markt im Umkreis der einzige sei, der vier Wochen lang geöffnet habe.

Für Marlies Böhler, die den Stand „Steinoase“ betreibt, fiel die erste Bilanz eher nüchtern aus. Dieses Jahr sei es „sehr, sehr ruhig“ um ihren Stand. Als sie aber über die Wirkungskräfte und Variationen ihrer Halbedelsteine spricht, ist ihre Motivation deutlich zu spüren.

Von gemütlich bis dürftig

Auch einige Besucher konnten sich für einen Kommentar zum Weihnachtsmarkt erwärmen. Rudi Klemm aus dem Landkreis Nienburg lobt die diesjährige Veranstaltung: „Ein netter Weihnachtsmarkt. Gute Größe und überschaubar. Nettes Angebot.“ Er meint, Rathaus und Umgebung trügen zu einem schönen Ambiente bei.

Für Beate Hillewig aus Verden fängt es so langsam an, dass ihr die Stimmung gefällt. „Ein bisschen weihnachtlicher könnte es schon sein.“

Ein anderer Besucher, Michael Popp aus Berlin, macht erstmal deutlich, dass er nicht primär des Marktes wegen nach Verden gekommen ist. „Ziemlich kalt hier“, sagt er, aber „das Genussstudio ist ziemlich lecker.“ Er fügt hinzu, es sei etwas Besonderes, hier einen Weihnachtsmarkt zu haben. Anerkennung eines Großstädters mit besonderem Wert.

Kritische Stimmen

Anonym gibt es auch einige kritische Stimmen, die sich jedoch nicht immer speziell auf den Verdener Weihnachtmarkt beziehen: „Alles Geldtreiberei.“ Jemand anderes kritisierte moderat, was geboten wird: „Bisschen dürftig.“ Ein niederschmetterndes Fazit zieht eine andere Person: „Armselig.“

Wahrnehmung und Anspruch, aber auch die Erwartung, was auf einem Weihnachtsmarkt zu finden sein sollte, decken sich nicht immer mit dem, was es zwischen Glühwein-, Bratwurst- oder Christbaumkugelstand tatsächlich zu kaufen gibt.

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