Gemeinsames Konzert von Impius Mundi und dem Chor des Domgymnasiums am 19. Juli

Für alle Beteiligten musikalisches Neuland

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Der Große Chor des Domgymnasiums bei der Probenarbeit für das Konzert.

Verden - Es sind die Kontraste, die dieses Konzert so spannend und außergewöhnlich machen: Am Sonntag, 19. Juli, um 19 Uhr, treten die Mittelalter-Rockband Impius Mundi und der Große Chor des Domgymnasiums Verden erstmals gemeinsam in der Aula der Schule auf.

Obwohl die sechs Mitglieder von Impius Mundi und die zurzeit 80 Chorsänger allesamt über zumeist langjährige Band- und Chorerfahrung verfügen und entsprechend viele öffentliche Auftritte absolviert haben, ist dieses Konzert weiterhin für alle Beteiligten Neuland. „Wir haben schon gemeinsam mit einer Popband musiziert, aber das Mittelaltergenre ist auch für uns eine Premiere“, so Chorleiter Dietrich Steincke.

Entsprechend skeptisch sei auch zunächst die Stimmung unter den Chorsängern gewesen, nachdem die Band mit der Idee zu einem gemeinsamen Konzert an Steincke herangetreten war. „Dann haben wir alle aber schnell gemerkt, wie viel Spaß das gemeinsame Musizieren macht, und schnell waren alle mit großer Begeisterung dabei.“

Inhaltlich ist das Konzert auf das Repertoire von Impius Mundi fokussiert, deren Stücke vom Feiern, der Liebe und von der Lebensfreude, aber auch von Schlachten, Pest oder einem Zwiegespräch mit dem Tod handeln. Gefühle und Erfahrungen, die im Mittelalter alltäglich und allgegenwärtig waren.

Zum Teil sind diese Songs auf Basis überlieferter mittelalterlicher Stücke entstanden und wurden von der Band neu interpretiert, während andere gänzlich neu geschrieben und komponiert sind. Darüber hinaus wird es beim Konzert auch mehrere Chorstücke geben, die das Ensemble um Steincke ausgewählt hat. Steincke: „Da sind echte mittelalterliche Lieder wie etwa das Palästinalied des Minnesängers Walther von der Vogelweide dabei.“

Steincke findet die Art und Weise spannend, wie sich die mittelalterlich anmutende Musik und der eigentlich für Klassik ambitionierte Chor in den von ihm eigens neu arrangierten Stücken musikalisch begegnen werden. Der stimmgewaltige Chor jedenfalls trägt die Stücke mit der von ihm bekannten Klarheit vor.

Und so könnte es leicht geschehen, dass eine lateinische Hymne auf eine Schalmeien-Improvisation trifft oder Wotan zu mehrstimmigem Chorgesang durch instrumentale Wälder galoppiert.

Wer sich diesen Konzert-Leckerbissen nicht entgehen lassen will, kann ab dieser Woche Karten im Vorverkauf im Sekretariat des Domgymnasiums und im Musikhaus Hartig erstehen. Bei großem Publikumsinteresse wird es am Montag, 20. Juli, ein weiteres Konzert geben.

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