Neues Projekt der Musikschule ConTakte

Gemeinsamer Spaß: Musik mit Flüchtlingen

In der Musikschule ConTakte ( Leiter Andreas der Vries r.) wollen Einheimische und Flüchtlinge gemeinsam Instrumente erlernen und musizieren. - Foto: Haubrock

Verden - „Musik hat ihre eigene Sprache“, sagt Andreas de Vries, Leiter der evangelischen Gemeindemusikschule ConTakte. So entstand die naheliegende Idee, gemeinsamen Musikunterricht für Einheimische und Flüchtlinge anzubieten. Das Projekt der Soundcompany startet demnächst in den Räumen der Musikschule in der Georgstraße 15a. Morgen um 19.30 Uhr findet dort ein Informationsabend für Einheimische statt.

Vielen Flüchtlingen sind die Räume in der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) bereits bestens bekannt. In Zusammenarbeit mit dem Verein Verden hilft gibt es hier seit dem vergangenen Jahr die Flüchtlings-Oase mit einem Sprachcafé. „Uns ist es wichtig, dass die Flüchtlinge nicht nur allein lernen, sondern sich mit Einheimischen zusammen etwas erarbeiten. Dabei kommt es nicht nur auf das Lernen an, Begegnung und Spaß sind genauso wichtig“, so de Vries über das geplante Projekt.

Im Unterricht können Grundlagen an verschiedenen Instrumenten erworben werden, Gitarre, Keyboard oder im Bereich Percussion. Auch Kinder sind angesprochen. So soll ein gemischter Chor aus deutschen und Flüchtlingskindern entstehen. Da das Projekt von der Landeskirche Hannover bezuschusst wird, kann der Unterricht zu einem sehr günstigen Preis angeboten werden.

Das Schöne an diesem Vorhaben ist außerdem, dass die Rollen der Lernenden und Lehrenden auch einmal vertauscht werden können. Neben den Musiklehrern von Contakte erteilt ein Gitarrenlehrer aus Damaskus Unterricht und ein engagierter Break Dancer aus Teheran möchte die Schüler in seine Kunst einweihen.

„Ich hoffe, dass sich daraus Weiteres entwickelt, dass man sich einfach zusammensetzt und spontan Musik macht. Wichtig ist, dass man gemeinsam Spaß hat“, so de Vries. Er betont, dass das Projekt gerade für Einheimische interessant sei. „Viele möchten sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, können aber nicht sehr viel Zeit investieren. Hier kann man Kontakte knüpfen und sich im überschaubaren Rahmen engagieren.“

Am Informationsabend am morgen, 22. November, stellen sich die verschiedenen Lehrer mit ihren Instrumenten vor. Außerdem werden Fragen zum Umgang mit den Flüchtlingen beantwortet. www.con-takte.de . - ahk

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