GaW-Schüler kochen mit Flüchtlingen

Gemeinsame Gaumenfreuden

Berührungspunkte und Gelegenheit zur Verständigung ergaben sich bei der Zubereitung von selbst. - Foto: Röttjer

Verden - „Deutsch mit allen Sinnen lernen“ hieß es für die Flüchtlinge der Sprachlernklassen im Gymnasium am Wall bei einem kulinarisch-kulturellen Nachmittag, der unter dem Motto „Internationales Büffet – Kochen mit Flüchtlingen“ mit dem Seminarfach des zwölften Jahrgangs veranstaltet wurde. Gemeinsam bereiteten die Schüler nach Rezepten aus den beteiligten Kulturen und genossen die Speisen.

Dieser Kontakt auf Augenhöhe sei vor allem neben dem Unterricht ein wichtiger Schritt in Richtung Integration, erläuterte Ruth Kahle-Kuipers vom GaW. Dabei seien die Sprache und das Sprechen den aus ihrer Heimat geflohenen jungen Menschen wichtig, Sie wollten sich wohlfühlen in der Schule, Gleichaltrige kennenlernen und dabei auch Gemeinsamkeiten feststellen. Für beide Seiten sei es darüber hinaus von Bedeutung, über Probleme zu sprechen.

Dank des FiT-Vereins sowie des Schulvereins und Wabe sei es erst möglich geworden, dieses Projekt zu realisieren, berichtete Ruth Kahle-Kuipers. Die Schüler hätten im Vorfeld mit Waffel- und Kuchenverkauf bereits einen Grundstock erwirtschaftet und freuten sich über die zusätzliche Unterstützung.

An diesem Nachmittag hatten die etwa 20 Flüchtlinge im Alter von 12 bis 18 Jahren Gelegenheit, das bisher Erlernte der deutschen Sprache anzuwenden.

Bevor es zu einer gemütlichen Annäherung zwischen den Kulturen kam und probiert wurde, was in anderen Kulturen den Gaumen erfreut, standen die Vorbereitungen für das Büfett an. Dabei standen nicht Burger, Pommes oder Pizza auf dem Speiseplan, sondern gefüllte Weinblätter, Reis mit Rosinen und Huhn, vegetarisch gefüllte Paprika, internationale Desserts und Salate.

Zuerst mussten die Akteure in der Küche geeignete Rezepte für ein gesundes und schmackhaftes Essen finden und sie an die Zahl der Teilnehmer anpassen. Einkäufe waren zu erledigen und dabei mussten die Sprachschüler auch die Mengenangaben auf dem Markt richtig angeben. Viele Möglichkeiten also, sich gegenseitig zu unterstützen. Das setzte sich dann oftmals umgekehrt noch fort, als Flüchtlinge und Schüler sich daran machten, die die Zubereitungsmethoden umzusetzen.

Das abschließende Dinner und die Zeit danach nutzten die deutschen Schüler und die aus dem Irak, Afghanistan und aus Syrien stammenden Jugendlichen zu einem intensiven Klönschnack.

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