Mini-Mathematikum in der Kreissparkasse begeistert schon die Kleinsten

„Geht doch pipileicht“

Hauruck! Mohamed hat den Bogen raus. Vorsichtig zieht der Steppke an dem Seil – und verschwindet fast in einer überdimensionalen Seifenblase. Foto: Niemann

Verden – Mathematik zum Anfassen und Begreifen bietet Kindern im Alter von vier bis acht Jahren das Mini-Mathematikum, das noch bis einschließlich Freitag, 21. Februar im dritten Obergeschoss der Hauptgeschäftsstelle der Kreissparkasse in Verden zu finden ist. Und die Ausstellung, so viel steht bereits nach den ersten vier Tagen fest, macht eine Menge Spaß und zwar nicht nur den Kleinen.

Gestern Vormittag standen Kindergartenkinder aus Kirchlinteln und Blender vor der Riesenseifenhaut, dem letzten von 15 Exponaten, Schlange. „Das ist cool“, befand ein Dreikäsehoch und präsentierte sein zahnloses Lächeln. Doch das Lösen der Aufgabe wollte dem Sechsjährigen auch nach mehrmaligen Versuchen nicht gelingen.

„Er ist zu ungeduldig“, meinte eine Neuntklässlerin vom Verdener Domgymnasium, der Jahrgang, der die Ausstellung an den Vormittagen betreut. Mohamed indes hatte die Technik blitzschnell heraus: Der junge Mann hatte sich genau in die Mitte der Vorrichtung gestellt und zog vorsichtig an dem Seil, das den Reifen mit der Seifenhaut außen herum nach oben zog. Dann ging plötzlich alles ganz schnell: Die Blase wackelte – und zerplatzte.

Marcel, Henry und Anton meisterten den Versuch zu dritt. Das Trio zog ganz vorsichtig an dem Seil, sodass sich für die Umstehenden gut beobachten ließ, wie sich die Seifenhaut zur Mitte hin eng zusammenzog.

An einer anderen Station hatten Alia, Marlen und Jamal Platz genommen. Und das Tempo, in dem sie rote, grüne und gelbe Enten – einzelne Tiere und Paare – so platzierten, dass auf unterschiedlich großen Puzzlestücken jede Farbe einmal vorkam, verlangte Respekt. „Das geht doch pipileicht“, winkte Alia selbstbewusst ab.

Schwieriger schienen die einzelnen Stationen am sechseckigen Knobeltisch zu sein, auch die auf einer „Schattenwand“ dargestellte Stadt mit Holzbauklötzen nachzubauen oder die unterschiedlichen Spiegelungen im Spiegelhäuschen haben ihre Tücken. Der Spaß an der Mathematik hat hier schließlich ganz unterschiedliche Facetten. Und wenn einer der kleinen Besucher mal nicht von alleine auf die richtige Lösung kam, halfen die bereitstehenden Schüler vom Domgymnasium weiter.

„Die Seifenhaut und die Zahnräder sind heute der Renner“, meinten die Schülerinnen Wiebke Siemer und Leevke Mauske. Das Mini-Mathematikum sei ein tolles Angebot, schon die Kleinsten, so ihr Endruck, wären mit großer Begeisterung bei der Sache. „Als wir so alt waren, gab es so etwas leider nicht. Das hätte auch uns Spaß gemacht“, so die Neuntklässlerinnen.

Die Frage, ob ein vergleichbares frühes Angebot bei ihnen die Freude und das Interesse an Mathematik und Naturwissenschaft geweckt und somit auch ihre künftige Berufswahl beeinflusst hätte, wussten sie nicht zu beantworten. „Ich interessiere mich vor allem für Geschichte“, sagte Wiebke, während ihre Mitschülerin für später etwas Soziales favorisierte.

Kinder, die es nicht mit ihrer Kita oder Grundschule in die Ausstellung geschafft haben, müssen nicht traurig sein. Am Freitag, 21. Februar, ist die Ausstellung nochmals von 13.30 bis 17 Uhr für Familien geöffnet und lädt zum Tüfteln, Knobeln und Entdecken ein.  nie

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