Vorstandswahlen beim Bundestreffen in Verden

BADS klärt auf: Gegen Drogen im Straßenverkehr

Der Vorstand des BADS: Detlef Tourneur, Karl Klamp, Helmut Trentmann und Gerd Weinreich (v.l.). Foto: haubrock-kriedel

Verden – Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) hat Rauschmitteln hinter dem Steuer den Kampf angesagt. Seit fast 70 Jahren bemüht sich der Verein im gesamten Bundesgebiet um die Aufklärung aller Verkehrsteilnehmer. Dieses geschieht zum Beispiel durch Herausgabe und kostenlose Verteilung aufklärender Druckschriften, den kostenlosen Verleih aufklärender Filme, Vortragsveranstaltungen sowie durch den Einsatz moderner Fahrsimulatoren, mit denen Verkehrsteilnehmer die negativen Folgen von Alkohol auf das Seh- und Reaktionsvermögen „erfahren“ können. Am Freitag tagten der Vorstand und die Beiräte aus allen Landessektionen im Niedersachsenhof.

„Der Zweck unseres Vereins ist die Aufklärung über die Gefahr, die Alkohol und Drogen im Straßenverkehr mit sich bringen“, so Präsident Helmut Trentmann, leitender Oberstaatsanwalt a.D.. Ein wichtiges Instrument sei die Zeitschrift „Blutalkohol“, in der verkehrspolitische, juristische und medizinische Beiträge sowie Forschungsergebnisse zur Wirkungsweise von Alkohol und Drogen veröffentlicht werden. Darüber hinaus seien Staatsanwälte, Amtsanwälte, Richter und Polizisten als Referenten in Schulen, Universitäten, Fahrschulen, Betrieben und Verbänden sowie bei der Bundeswehr tätig, um Aufklärungsarbeit zu leisten. „Es ist uns ein Anliegen, besonders junge Menschen zu erreichen“, betont Trentmann.

„Wir beschäftigen uns auch mit aktuellen Problemen wie den E-Scootern. Hier stellt sich die Frage, wie die Promillegrenze zu setzen ist“, so der Präsident. Ebenfalls aktuell ist das Thema autonomes Fahren. Hier gelte es zu klären, inwieweit der Fahrer verantwortlich bleibt, um eingreifen zu können.

„Sehr große Sorgen macht uns auch der Drogenkonsum. Die Zahl der tödlichen Unfälle, die durch Drogen verursacht werden, ist exponentiell gestiegen, in den letzten 15 Jahren um 42 Prozent“, weiß Trentmann. Dagegen habe sich die Zahl der Unfälle unter Alkohol eher günstig entwickelt.

Eine bemerkenswerte Aktion des BADS sind die Alkohol-Selbsterfahrungsversuche, die nur mit ausgewählten Personengruppen und unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt werden. Über meist zwei bis drei Stunden konsumieren Probanden kontrolliert eine vorher errechnete Menge Alkohol um den Wert von 0,8 Promille zu erreichen. „Die Selbsterfahrung steht bei diesen Veranstaltungen im Vordergrund, das heißt, die Teilnehmer sollen im Schonraum die Wirkung einer konkreten Menge Alkohol auf ihre Körper- und Geistesfunktionen wahrnehmen, um diese besser beurteilen zu können“, erklärt der Jurist.

Wie sich der Konsum von Rauschmitteln auf das Seh- und Reaktionsvermögen auswirkt, können Autofahrer oder Führerscheinanwärter im Fahrsimulator erleben. Die Simulationsprogramme können Verkehrsszenarien, Witterungsbedingungen und die Wirkung unterschiedlicher Promillewerte auf die Fahrtauglichkeit realitätsnah demonstrieren. „Wir sind mit mehr als 15 dieser Simulatoren im Bundesgebiet unterwegs. Sie werden viel genutzt und wir können damit große Erfolge verzeichnen“, so Trentmann.

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