Großes Fest ein voller Erfolg

350. Jubiläum der Vereinigung von Norder- und Süderstadt

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Die symbolische Mauer aus bunt bemalten Pappkartons wurde schnell niedergerissen.

Verden - Von Antje Haubrock-Kriedel. Verden in Feierlaune. Das Stadtfest zum 350-jährigen Jubiläum der Vereinigung von Norder- und Süderstadt am Sonnabend war ein voller Erfolg. Gefühlt ganz Verden war auf den Beinen. Zu entdecken gab es zwischen Dom und Rathaus schließlich auch genug.

Über 90 Vereine, Verbände, Institutionen und Geschäfte boten viele Aktionen und Informationen an. Dazu gab es ein breit gefächertes Musikprogramm auf den Bühnen am Dom und vor dem Rathaus sowie auf der Festmeile dazwischen. Auch das Wetter spielt mit. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen macht ein Fest doch gleich doppelt so viel Spaß.

Die Mauern fallen dank der schwedischen Königin

„Wir in Verden gehen respektvoll miteinander um. Wir wünschen uns, dass alle gleich sind und ich denke, das ist uns auch gelungen“, sagte Bürgermeister Lutz Brockmann zur Begrüßung.

Mit dem historischen Schauspiel „Aus zwei macht eins“ gab die Theatergruppe „Die Nachtflüsterer“ zum Auftakt einen Einblick, wie das Leben vor 350 Jahren in der durch eine Mauer getrennten Stadt ausgesehen haben könnte – wie man weiß, natürlich mit Happy End. Dank einer Anordnung der schwedischen Königin Hedwig Eleonore fallen die Mauern und die Stadt Verden ist geboren.

Die Theatergruppe „Die Nachtflüsterer“ gab einen Einblick, wie das Leben vor 350 Jahren in der durch eine Mauer getrennten Stadt ausgesehen haben könnte.

Doch auch das heutige Verden war kurzzeitig wieder in zwei Hälften geteilt. Verdener Kinder hatten ungefähr auf der Höhe der alten Stadtmauer eine symbolische Mauer aus bunt bemalten Pappkartons errichtet. Mit dem Niederreißen der Mauer wurde die Vereinigung von Norder- und Süderstadt noch einmal erneuert. Anschließend unterzeichneten Bürgermeister Brockmann und ein „Schwedischer Gesandter“ (Bernd Maas) den Einigungsvertrag.

Mitreißende Choreografie bei „Verden vereint“

Das Stadtjubiläum sollte ein Fest für alle sein, von dem sich niemand ausgeschlossen fühlt. Was könnte dieses besser symbolisieren als das inklusive Tanzspektakel „Verden vereint“, eine Kooperation des Projekts „inklusiv Ver-bunden“ mit dem „tanzwerk“ Bremen. Fast 100 große und kleine Menschen aller Altersstufen, zum Beispiel Kinder und Mütter aus der Kita Neißestraße, Schüler der Jahnschule, der Likedeelerschule, der Nicolaischule, kleine und große Bewohner aus Dauelsen, Akteure der Gruppe Folkdance, die inklusive Gruppe mit Mitarbeitern des Rathauses, Bewohner der Wohngruppe der Lebenshilfe Rotenburg/Verden sowie Senioren aus dem St. Johannisheim, zeigten in einer mitreißenden Choreografie, dass Mauern nirgendwo nötig sind. „Wort für Wort, Stein für Stein, wir reißen diese Mauer ein“, sangen sie.

Stadtfest in Verden 

Dass Tanzen Spaß macht, zeigten auch die Kids der Tanzschule Beuss. Ihr Flashmob zu „Die Chöre singen für dich“ hatte viele begeisterte Zuschauer.

Unterwegs in der Fußgängerzone war zum Beispiel das Duo Contrast Conspiracy aus Bremen. Die beiden Singer-Songwriter erzählten in ihren Songs von Sehnsucht, Freiheit und Liebe.

Musik für jeden Geschmack gab es auch auf den beiden Bühnen. Am Dom gab es zum Beispiel Maritimes mit dem Shantychor, Rockiges von Opas Stube und Larry and the Handjives, und die Kinder hatten Spaß an den Hits aus „Ritter Rost“ mit dem Burgfräulei Bö. Am Rathaus erklang unter anderem Musik der inklusiven „Crazy Chor Company“, der Band der Lebenshilfe Verden „Hau drauf“ und von Flüchtlingen und Einheimischen mit der „Soundcompany“ der Musikschule Contakte.

Nach dem Ende des Programms an der Dombühne um 18 Uhr begleitete die Sambagruppe Ovos di Campo die Gäste zum Rathaus. Nun wurde in der Norderstadt gemeinsam weitergefeiert. Zunächst mit deutschem Pop von Norman Keil, anschließend brachte die Rock- und Partyband Afterburner die Gäste weiter in Stimmung.

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