Vom Keller bis zum Dachstuhl auf dem Prüfstand

Domherrenhaus: Gebündelte Sanierung

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Demnächst wird die Sanierung der historischen Mauer in Angriff genommen (v.l.): Landrat Peter Bohlmann, Bürgermeister Lutz Brockmann, Dr. Helge v. Ahsen (Trägerverein DHH), Andreas Mattfeldt, Dr. Björn Emigholz und Werner Kreitel-Haberhauffe trafen sich im Museum.

Verden - Keller, Dachstuhl, Fenster und die Mauer im Innenhof, mit einem ganzen Maßnahmenbündel wird das Historische Museum – Domherrenhaus saniert. Bei einem Ortstermin machten sich Andreas Mattfeldt, Mitglied des Haushaltsausschusses im Deutschen Bundestag, Bürgermeister Lutz Brockmann und Landrat Peter Bohlmann ein Bild vom Fortgang der Arbeiten.

Ermöglicht wurde dieses unter anderem durch eine Zuwendung von 30 000 Euro des Denkmalschutzprogramms des Haushaltsausschusses. Ergänzend beteiligt sich die Stadt Verden mit 24 000 Euro und der Landkreis mit 6 000 Euro an den Sanierungsmaßnahmen. „Es ist das erste Mal, dass wir ohne Not in die Statik des Hauses eingreifen“, so Museumsleiter Dr. Björn Emigholz. 

Ziel sei es, die Lebensdauer des Hauses zu verlängern. „Das Gebäude ist schließlich unser wertvollstes Exponat“, betonte Emigholz. Er sei daher froh, dass Andreas Mattfeldt ihn 2014 anlässlich seines Besuchs der Ausstellung zum Ersten Weltkrieg auf das Denkmalschutzprogramm des Haushaltsausschusses aufmerksam machte. So könnten die notwendigen Arbeiten jetzt in einem Zug umgesetzt werden.

Fachwerk ist der größte Brocken

Der größte „Brocken“ ist die Sanierung des Fachwerks im Dachstuhl, hier werden verschiedene Balken, die im Laufe der letzten 300 Jahre an Stabilität eingebüßt haben, verbessert und verstärkt. Da dieses einen Eingriff in die Statik des Hauses bedeute, seien zuvor entsprechende Fachgutachten eingeholt worden, auch das Landesdenkmalamt sei eingebunden, berichtete der Museumsleiter. Der verantwortliche Architekt Werner Kreitel-Haberhauffe habe Firmen ausfindig gemacht, die sich mit der Sanierung historischer Gebäude auskennen.

Auch im Keller sind die Handwerker bei der Arbeit. Hier werden durchgefaulte Fenster ersetzt und die Belüftung verbessert. Ein Bestandteil des Denkmals „Domherrenhaus“ ist auch die historische Mauer im Innenhof. Der Bewuchs wurde bereits entfernt, so können hier demnächst mehrere defekte Steine ausgewechselt werden.

Andreas Mattfeldt nannte das Domherrenhaus ein „Kleinod“ und ermunterte Emigholz, um weitere Unterstützung beim Haushaltsausschuss nachzufragen. „Wir haben in dieser Region schon einiges umgesetzt, mit Denkmälern sind wir in unserem Kreis aber nicht so reich gesegnet.“

Die aktuellen Sanierungsmaßnahmen im Domherrenhaus werden, sofern alles planmäßig verläuft, in vier bis sechs Wochen abgeschlossen sein.

ahk

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