Geballte Ladung Energie

Lönsweg- und Likedeeler-Schule proben für „Tanz macht Schule“

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Fit für den großen Auftritt: Die Kinder der Lönsweg- und Likedeeler-Schule trainieren eifrig.

Verden - Gemeinsam auf der Bühne für Inklusion: Für „Tanz macht Schule“, dem Projekt von Tintenklecks Verden und Tanzwerk Bremen, stehen 27 Schüler der Klasse 4b der Grundschule am Lönsweg und die Klasse 1/4c der Likedeeler-Schule der Lebenshilfe im Landkreis gemeinsam auf der Bühne. Trainiert werden sie von Tanzchoreografin Valerie Usow, die bereits mehrmals mit inklusiven Gruppen gearbeitet hat.

Im Tanz zueinander finden, sich begegnen und dabei auch eigene Scheu und Ängste überwinden: Das ist eines der Ziele, die „Tanz macht Schule“ verfolgt. Und was bereits während der Proben gelebte Inklusion ist, wird sich später dann auch beim Auftritt auf der Bühne der Verdener Stadthalle zeigen, so das Ziel von Valerie Usow.

Thematisch hat die Gruppe ein Umweltthema gewählt und drückt mit Mitteln des Ausdruckstanzes die Problematik des Plastikmülls in den Weltmeeren aus. Die dazu getanzte Geschichte hat sich die Choreografin ausgedacht. Usow: „Es geht um den respektvollen Umgang mit der Natur, was wir in unserer Choreografie durch friedliche aber auch durch renitente Meereswesen darstellen werden.“

Offener Umgang miteinander

Das Thema beschäftigt die Kinder, wissen die Klassenlehrerinnen der 4b, Ute Trutzenberger und Hiltrud Klebusch von der Likedeeler Schule. Beide teilen die Überzeugung der Choreografin, dass die Schüler im Alter von sechs bis elf Jahren neben tänzerischem Elan eindrucksvoll zeigen, wie sie untereinander im Verlauf des Projekts von der Vielfalt der einzelnen Personen profitieren. „Nach einer Zeit der Gewöhnung gehen sie sehr offen miteinander um, und alle – ob mit oder ohne Einschränkung – haben sichtbar viel Freude daran“, heißt es.

Sicher sei es nicht immer einfach, sich zu begegnen, einander zu akzeptieren und Rücksicht zu nehmen. Vor allem, wenn der ein oder andere so anders sei als man selbst. Usow hat die Erfahrung gemacht, dass die Kinder mit Einschränkungen viel Potenzial fürs Tanzen haben und sich manchmal sogar mehr trauen als Kinder ohne Handicap.

Klebusch spricht von einer Sogwirkung, die sie im Verlauf der Proben bei einigen ihrer Schüler beobachtet hat. „Mia und Saskia sind begeisterte Tänzerinnen, aber auch ein Nicht-Tänzer wie Sam lässt sich von der Gruppe mitreißen.“ Choreografin und Lehrerinnen freut es, wenn sich die Kinder in ihren Ideen übertreffen. Sie staunen über die geballte Ladung Energie und Fantasie, die schon die Kleinsten an den Tag legen. Es sei einfach toll, sie zusammen so kreativ zu sehen. 

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