GaW-Schüler erhalten Ergebnisse des geva-Tests / Kooperation mit der KVHS

Der erste Schritt auf dem Weg zum Traumjob

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Welcher Beruf wird vorgeschlagen? Gespannt blicken die Gymnasiasten auf die Testergebnisse.

Verden - Einige überraschte Gesichter gab es bei den Elftklässlern des Jahrgangs 11 am Gymnasium am Wall doch, als sie gestern die Ergebnisse des zur Berufsorientierung dienenden geva-Tests erhielten. Dank der Unterstützung des Schulvereins, der Kreissparkasse und der Agentur für Arbeit konnten die 140 Jugendlichen den Test auch in diesem Jahr wieder vor den Sommerferien kostenlos absolvieren.

Seit einigen Jahren besteht zudem eine Kooperation mit der KVHS Verden. Uwe Behnke, Fachmann für Berufsorientierung und Perspektivenbildung an der KVHS, bietet den Schülern an, die Ergebnisse in Einzelgesprächen zu analysieren. „Der geva-Test ist nur einer von vielen Schritten zur Berufsorientierung“, erklärte Behnke.

Neben den reinen Wissensaufgaben gibt es im Test auch Fragen zur Selbsteinschätzung. Hier geht es vor allem um die so genannten „Soft Skills“, zum Beispiel soziale Kompetenzen, Motivation und Selbstdisziplin. Da die Vorstellung von sich selbst bei einigen doch noch nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt, kann es daher durchaus schon einmal Überraschungen geben. Gerade hier sei ein Gespräch hilfreich. „Der Test kann erste wertvolle Hinweise auf dem Weg zum Traumjob geben“, so Behnke.

Wenn es auch einige überraschende Berufsvorschläge gab, meistens deckten sich die Testergebnisse doch mit den Vorstellungen der Schüler. Ein wenig irritiert zeigte sich allerdings Carlotta (15). „Im Mittelfeld wird mir die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vorgeschlagen, ich mag aber gar keine Kinder“, erzählte sie. Auch über die Anregung, etwas im Bereich Kochen oder Theater zu machen, war sie verwundert. Der Hauptvorschlag aber – Management oder Führungskraft, decke sich wieder mit ihren Berufsvorstellungen.

„Ich fühle mich durch den Test bestätigt“, freute sich Julia (17). Ihre ersten vier Vorschläge bezogen sich auf Berufe mit Fremdsprachen und Kindern. Sie möchte nun Pädagogik auf Lehramt studieren. Bestätigt in ihren Vorstellungen fühlen sich auch Jane (16), Yvonne (16) und Jessica (16).

Steffens Traumberuf ist eigentlich Rettungsmediziner, doch der Numerus Clausus ist eine zu große Hürde. Wirtschaftspsychologie schlug ihm der Test mit über 93 Prozent Übereinstimmung vor. „Das passt zu meinen Vorstellungen aber überhaupt nicht“, so der Schüler.

Insgesamt bewerten die Jugendlichen den Test durchaus positiv, gerade weil er neue Perspektiven eröffne. „Der Test hilft, nicht nur auf einen Berufswunsch fixiert zu bleiben. Es gibt viele Facetten der Berufswahl, mit denen es sich lohnt, sich auseinanderzusetzen“, so Schulleiterin Petra Sehrt. Um den Schülern die Wahl des Abiturprofils zu erleichtern, soll der Test im nächsten Jahr ein halbes Jahr früher stattfinden.

Das Gymnasium am Wall erweitert zudem sein Angebot zur Berufsorientierung ständig. Als Pilotprojekt startet demnächst ein dreitägiges Coaching für die Realisierung von Ausbildungswünschen.

ahk

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