Ganz schön eingebildet

Theater AG des Gymnasiums am Wall probt Molière

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Alles dreht sich um einen Mann: Dienstmädchen Toinette (Luzie Leonard) und der eingebildete Kranke Argan (Lale Hinz).

Verden – Hier und da hapert es ein wenig. Bei den Texten herrscht noch ein bisschen Unsicherheit. Das Geschehen auf der Bühne muss im Detail immer wieder abgestimmt und die Kostüme müssen zugeordnet und abschließend verteilt werden. „Alles normal und alles im Rahmen“, sagt Theaterpädagogin Sarina Wilhelm, die schon traditionell einmal im Jahr mit der Theater AG Sek. II am Gymnasium am Wall für die Inszenierung probt.

Nach den überwiegend ernsten Stücken der Vorjahre steht diesmal mit Molières „Der eingebildete Kranke“ eine klassische Komödie auf dem Spielplan, für die Wilhelm mit 14 Jugendlichen intensiv übt. Die Premiere wird am Freitag, 13. März, um 19 Uhr, in der Aula des Gymnasiums gefeiert. Nachfolgend finden dann noch drei weitere Aufführungen (16., 18. und 20. März), jeweils um 19 Uhr, statt.

Zum Stück: Argan (Lale Hinz) bildet sich ein, krank zu sein. Genauestens befolgt er die überflüssigen und überteuerten Anordnungen seiner Ärzte. Um die zahllosen Wehwehchen kostenlos behandeln zu können, hat er einen genauen Plan: Die Vermählung seiner reizenden Tochter Angélique (Silvia Jakubawski) mit dem jungen Arzt Thomas Diafoirus (Kimberly Kubesch). Dabei ist Angélique in Cléante (Adrian Bozek) verliebt. Wie kann sie ihren Vater bloß umstimmen?

Einmal jährlich führt die Theater AG am GaW unter Leitung von Sarina Wilhelm ein großes Bühnenstück auf.

Allerlei Intrigen sind nötig, um Argan von seiner Arzt-Besessenheit zu heilen und Angélique zu ihrem Liebesglück zu verhelfen… „Doch bis das soweit ist, gibt es noch viel zu tun“, sagt Wilhelm, die sich über jeden kleinen Fortschritt freut.

Auf das Stichwort hören, das Timing treffen, Stimme, Mimik und Gesten nur so verstärken und einsetzen, dass die Mitspieler nicht untergehen. Doch die Regisseurin zeigt sich zuversichtlich: „Das kann und darf jetzt alles noch chaotisch klingen. Insgesamt sind wir auf einem guten Weg. Der erste Teil des Stücks ist bereits nahezu perfekt“, sagt sie. „Jetzt müssen die Rollen auch in den beiden anderen Teilen noch Schliff bekommen und die Schwierigkeiten zu sprechen, die speziell die Inszenierung einer Komödie mit sich bringt. „Ein Drama zu spielen ist vielleicht nicht leichter, aber es birgt nicht die Tücke, dass die Akteure selbst in Lachen ausbrechen. Denn genau das ist aktuell bei diesem Stück ein Problem. Manchmal genügt schon ein Blick, eine Geste, und schon prusten alle los, was während einer Aufführung natürlich nicht passieren darf.“

Seit Beginn des neuen Schuljahres probt die Theater AG vornehmlich an den Wochenenden für das neue Stück in einer Bearbeitung von Dirk Dautzenberg. Die Beteiligten haben die zugrundeliegende Geschichte von Molière zunächst kennengelernt, dann nach und nach die Szenen entwickelt, die sie mit künstlerischer Freiheit mit Leben füllen. „Einiges an Zeit hat bereits die Rollenfindung gebraucht“, sagt Wilhelm. Auch werde so manche Szene gespielt und dann doch wieder verworfen.Ferner gelte es, die Motivation über die Dauer der Proben hochzuhalten, weiß Wilhelm. „Bei einigen Mitwirkenden ebbt die anfängliche Euphorie zu spielen wieder ab. Sie müssen dann wieder neu begeistert werden.“

Wilhelm erzählt, dass sie in Sachen Regie bald Unterstützung bekommt und dass sie das Stück dann gemeinsam mit Per Dittmann zur Bühnenreife bringen wird. Auch für das „Drumherum“ der Inszenierung habe sie inzwischen verlässliche Unterstützung gefunden. „Für die Gestaltung der Bühne und um die Requisiten kümmert sich federführend mit Merle Uhde eine sehr engagierte Schülerin, während Moritz Bölter wieder für die Technik verantwortlich ist.“

Ende Februar startet der Kartenvorverkauf in den Buchhandlungen der Allerstadt und während der großen Schulpausen im Foyerbereich des Gymnasiums.

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