Es ist ganz einfach

500 Handball-Zuschauer lassen sich bei der DKMS registrieren

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Jana Beaca (re.) ließ sich als potenzielle Spenderin testen.

Verden - Da konnten sich die Organisatoren freuen: Handball wurde zur Unterstützung der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) in der Aller-Weser-Sporthalle gespielt (wir berichteten). Doch nicht nur der Sport, auch der gute Zweck stand im Vordergrund: Rund 500 Zuschauer waren gekommen und jeder Fünfte ließ sich im Schnitt als Stammzellenspender registrieren. Außerdem ist eine Spendensumme von knapp 5 000 Euro für die DKMS zusammengekommen. Ein tolles Ergebnis, mit dem Organisator Frank Oetting sich sehr zufrieden zeigt.

Der Vorsitzende des TSV Intschede hatte zwar auf noch vollere Zuschauerränge bei der Partie der Bundesligisten GWD Minden gegen den Wilhelmshavener HV gehofft. „Es hätten etwas mehr sein können, aber die, die da waren, hatten viel Spaß und machten gute Stimmung“, so Oetting. „Beide Mannschaften sind heiß“, hatte Oetting kurz vor Spielbeginn festgestellt. „Nach harten Wochen im Trainingslager wollen sie wieder spielen.“

Einfacher Wangenabstrich reicht für die Typisierung

Im Foyer der Halle konnten sich die Zuschauer kostenlos typisieren lassen. „Mund auf gegen Blutkrebs“, lautete das Motto. Mittlerweile muss zur Bestimmung der Gewebemerkmale des Spenders kein Blut mehr abgenommen werden. Es genügt ein Wangenabstrich mit zwei Wattestäbchen. Zwecks Registrierung stand ein Team aus ehrenamtlichen Helfern zur Verfügung. Darunter Kirsten Varrelmann. Die Verdenerin ist Krankenschwester und hat vor zirka zehn Jahren schon mal auf diese Weise eine Typisierungsaktion unterstützt.

Auch sie ist als Spenderin registriert. „Je mehr Menschen sich typisieren lassen, um so besser sind die Chancen für die Patienten“, erklärt sie und half gerne bei der von Frank Oetting organisierten Aktion, die dann in Kooperation des TSV Intschede mit der HSG Aller durchgeführt wurde.

17-Jährige darf noch nicht spenden, will aber bereitstehen, sobald es erlaubt ist

Erst wenn eine Übereinstimmung mit einem Spender entdeckt wird, vielfach sind es Kinder die an Leukämie erkranken, kommt es zur Stammzellenspende. Diese kann im Rahmen einer Vollnarkose erfolgen oder die Zellen einfach aus dem Blut herausgefiltert werden. Beides wäre für Jana Beaca okay. Sie ist eine der 100 potenziellen Lebensretter, die sich am Sonntag registrieren ließen. „Es ist doch so eine einfache Sache, ein Menschenleben zu retten“, betonte die 17-Jährige mit einer erfreulichen Selbstverständlichkeit.

Spenden dürfe sie erst ab 18, hat sie erfahren, aber dann stehe sie bereit. „Wenn ich in so eine Situation käme, wäre ich auch dankbar für die Hilfe“, sagt die Verdenerin. Und so selten sind die Krankheitsfälle gar nicht. Während ihrer Schulzeit habe es zwei Leukämiepatienten an ihren Schulen gegeben.

Vielleicht haben Frank Oetting und alle Unterstützer mit der Aktion dazu beigetragen, dass ein Patient seinen passenden Spender findet. Wer die Registrierung verpasst hat, kann sich ein entsprechendes Set zuschicken lassen

wb

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