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„Sacred Conzert“ im Dom: Fusion aus Klassik und Jazz

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Die Bigband des Domgymnasiums probt fleißig für den Auftritt. Foto: haubrock-kriedel
Die Bigband des Domgymnasiums probt fleißig für den Auftritt. © Haubrock-Kriedel

Verden - Von Antje Haubrock-Kriedel. Ein außergewöhnliches Musikerlebnis erwartet die Besucher am Donnerstag, 4. Juli, im Verdener Dom. Der Domchor Verden mit dem Großen Chor und der Bigband des Domgymnasiums laden dazu im Rahmen der Sommerkonzerte um 19 Uhr ein. Auf dem Programm stehen mehrere selten gehörte Werke, erklingen werden Auszüge der „Petite Messe Solennelle“ von Gioachino Rossini kombiniert mit Titeln von Charles Mingus. Den Abschluss bildet das erste „Sacred Concert“ von Duke Ellington aus dem Jahre 1965, das im Kontext der Bürgerrechtsbewegung der Schwarzen um Martin Luther King entstanden ist.

Mitwirkende des Abends sind unter anderem: Romy Camerun, Gesang; Victoria Stürmer, Sopran; Christiane Artisi, Alt; Enrico Busia, Tenor; Phillip Langshaw, Bass; Rudolf Schmücker, Klavier; Nikolai Kemeny, Stepptanz.

Die Konzeption für Solisten, Chor, Stepptanz, Saxophonensemble, Jazzband und Bigband stammt vom Bremer Stefan Rahnfeld. Einige Stücke wurden speziell für das Konzert in Verden unter Mitarbeit der Leiter der drei großen Ensembles Tillmann Benfer, Dietrich Steincke und Michael Spöring neu eingerichtet oder hinzugefügt. Das Projekt wird gemeinsam veranstaltet vom Verein Verdener Jazz und Blues Tage, den Verdener Dommusiken und dem Domgymnasium Verden.

Romy Camerun ist international als herausragende Jazzsängerin bekannt. Offen für musikalische Einflüsse aus unterschiedlichen Richtungen steht sie in der Tradition des vom Blues beeinflussten Jazzgesangs. Sie begeistert besonders mit ihrer unverkennbaren, leidenschaftlichen Stimme und ihrem ebenso virtuosen wie kreativen Scatgesang. Sie arbeitete mit Musikern wie Charly Antolini, Ulli Beckerhoff, Frank Delle, Herb Geller, Benny Golson, Paul Heller, J. A. Keller, Ed Kröger, Al Porcino, Ack van Royen und Clark Terry zusammen. Ihre erste CD „Bridges“ erschien 1994. Im gleichen Jahr entstand eine Live CD mit der Downtown Big Band und dem charismatischen Trompeter Clark Terry. Ihre aktuelle CD erschien 2002 bei Laika Records unter dem Titel „Walking Rivers“.

Christiane Artisi studierte in Berlin Opern-, Konzert- und Liedgesang und schloss ihr Studium mit einem Diplom ab. Sie machte sich in Berlin und Brandenburg als Interpretin großer Oratorien und Liederabende einen Namen, war Ensemblemitglied der Neuköllner Oper, der Neuen Opernbühne Berlin sowie freie Mitarbeiterin des Rundfunkchores Berlin. Heute lebt Christiane Artisi in Verden und ist als freie Konzertsängerin überregional bekannt.

Rudolf Schmücker ist überall zu Hause, ob als Pianist der Gruppe „Tangótico“, Keyboarder von „Albatross“ oder der All-Star-Band „Caliber 38“, als Pianist des Circus Roncalli - 16 - oder Begleitmusiker von Umberto Tozzi. Schmücker setzt besondere Akzente, ist virtuos, zurückhaltend, fundiert und kreativ. Seinen Nachnamen kennt übrigens kaum jemand. „Rudi“ editierte und arrangierte Duke Ellingtons „Concert of sacred music“. Außerdem ist er der Regisseur und musikalische Gesamtleiter dieses Konzertes.

Nikolai Kemeny ist ein Tap Dancer mit Ausbildung in Düsseldorf und den USA. Er performt und unterrichtet international auf vielzähligen Festivals, darunter „Tap Dance Days Düsseldorf“ im Tanzhaus NRW. Er lebt seit dem Sommer 2014 in Düsseldorf, wo er in viele Projekte von Daniel Luka involviert ist. Darüber hinaus unterrichtet er als Dozent an der „Tap Academy Düsseldorf im Tanzhaus NRW“.

Info

Karten für dieses Konzertereignis gibt es über Nordwestticket online, bei der Verdener Aller-Zeitung sowie bei der Tourist-Information. Restkarten ab 18.50 Uhr an der Abendkasse.

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