Wertvoller Lebensraum für Tierarten

Fünf neue Schutzgebiete im Landkreis

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Auch das Lehrdetal steht unter Schutz.

Landkreis - Im Landkreis Verden gibt es fünf neue Schutzgebiete. Bei allen fünf Gebieten handelt es sich um Natura-2000-Gebiete. Mit der Unterschutzstellung werden die europäischen Vorgaben der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie umgesetzt, heißt es im Pressetext des Landkreises.

Ausgewiesen wurden jetzt die Naturschutzgebiete „Sandtrockenrasen Achim“ in der Stadt Achim, „Wedeholz“ und „Lehrdetal“ in der Gemeinde Kirchlinteln sowie die Landschaftsschutzgebiete „Lehrdewiesen“ in der Gemeinde Kirchlinteln und „Fledermauswälder südlich und östlich Dörverden“ in der Gemeinde Dörverden.

Das Naturschutzgebiet „Sandtrockenrasen Achim“ liegt in den Gemarkungen Bierden und Uphusen der Stadt Achim südlich der L 158. Die neue Schutzgebietsverordnung trat am 26. Januar in Kraft. Im Fokus der Unterschutzstellung steht der Schutz der ausgedehnten flachwelligen Binnendünenlandschaft mit Sandheiden und offenen, flechtenreichen Silbergrasflächen als Lebensraum für zum Teil bestandsbedrohte Pflanzen- und Tierarten.

Nordöstlich der Ortschaft Holtum (Geest) im Landkreis Verden liegt das Naturschutzgebiet „Wedeholz“. Ein kleiner Teil gehört zur Gemeinde Westerwalsede im Landkreis Rotenburg. Die Verordnung trat am 1. Februar in Kraft. Bei dem rund 183 Hektar großen Gebiet handelt es sich fast ausschließlich um Landeswald. Die Unterschutzstellung dient dem Erhalt und der Entwicklung von Eichen- und Buchenwaldbeständen. Gleichzeitig sollen die Fledermausarten Bechsteinfledermaus, die stark an den Wald gebunden ist, und das Große Mausohr, das die Waldgebiete als Jagdrevier nutzt, durch die Unterschutzstellung in ihren Populationen geschützt werden. Das Naturschutzgebiet „Lehrdetal“ erstreckt sich kreisübergreifend vom Limmerberg im Landkreis Rotenburg über Stellichte im Heidekreis bis Otersen im Landkreis Verden, wo die Lehrde in die Aller mündet. Es hat eine Größe von circa 438 Hektar. Das Gebiet steht ebenfalls seit dem 1. Februar unter Schutz.

Das Landschaftsschutzgebiet „Lehrdewiesen“ grenzt unmittelbar an das Naturschutzgebiet „Lehrdetal“ an. Die Schutzgebietsverordnung für das rund 313 Hektar große Gebiet trat am 19. Januar in Kraft. Beide Verordnungen dienen dem Schutz der Lehrde mit ihrer regelmäßig überschwemmten Niederung und den Grünlandbereichen.

Die Gebiete sind ein wertvoller Lebensraum für viele geschützte Tierarten, wie beispielsweise Libellen, Neunaugen, Biber und Fledermäusen. Darüber hinaus soll auch die ausgeprägte Heckenlandschaft geschützt werden.

Bei dem fünften Schutzgebiet handelt es sich um das Landschaftsschutzgebiet „Fledermauswälder südlich und östlich Dörverden“. Die Verordnung über das rund 70 Hektar große Gebiet trat am 26. Januar in Kraft.

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