Interessengemeinschaft wird von Klimaschützern und Verbänden unterstützt

Frühstück für die Ritterallee

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Die Verdener Fridays for Future-Gruppe mit Jakob Geweke (l.) und Jannis Klee (r.) hat sich dem Protest von Udo Paepke, Frank-Peter Seemann, Paul van Bel und Gustav Schindler (v. l.) angeschlossen.

Kirchlinteln – Getafelt wurde gestern an der Ritterallee in Kirchlinteln. Mit einem Protestpicknick demonstrierten die Teilnehmer gegen die Rodung eines angrenzenden Waldstücks. Knapp drei Hektar Wald sollen abgeholzt werden, um dort Bauplätze zu schaffen. Eingeladen hatten der Kirchlintler Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen, BUND Verden, NABU Kirchlinteln, die von Anwohnern gegründete „Interessengemeinschaft Ritterallee“ und die Verdener Ortsgruppe von „Fridays for Future“.

Weil nicht klar war, was den Teilnehmern außer den Plänen der Gemeinde zur Abholzung nicht schmeckt, galt bei Speis und Trank Selbstversorung. Zumal man nicht wusste, wie viele Teilnehmer kommen würden. Mit 50 bis 100 habe man gerechnet, hieß es von den Organisatoren, und so viele dürften es bei dem regnerischen Wetter zum Open-Air-Frühstück auch gewesen sein.

Sie kamen mit Thermoskannen und Picknickkörben. Teils aus anderen Orten oder der Nachbarschaft, so wie Michael Rudeck. „Es ist widersinnig, einen intakten Wald zu roden“, findet der Kirchlintler und argumentierte nicht nur mit dem Naturschutz. Den Anwohnern würde auch Schutz vor dem Lärm der Autobahn genommen.

Verabredung zum Frühstück: Dem Wetter zum Trotz waren einige zur Demo gekommen.

Im Schatten stattlicher Roteichen wurden keine Reden geschwungen. Wozu auch, in der Sache ist man sich einig. „Auf dem 2,8 Hektar großen Waldstück stehen zirka 1000 Bäume“, sagte Gustav Schindler vom Nabu Kirchlinteln. „Der Wald dient als Wasser- und CO2-Speicher und als Windschutz.“ 60 Jahre alt sei er und filtere pro Jahr eine Tonne Schmutzpartikel aus der Luft. Zwar seien Ersatzaufforstungen geplant, „aber es würde wieder 60 Jahre dauern, bis die sich zu dem entwickelt haben, was jetzt vorhanden ist.“

Frank-Peter Seemann, Fraktionschef der Grünen, sieht das Vorhaben „in doppelter Hinsicht klimaschädlich“. „Weil erstens Wald abgeholzt wird und zweitens ein unnötiges Neubaugebiet unter Einsatz von energieaufwändigem Beton und Schwerlastverkehr entsteht.“ Udo Paepke vom BUND weist auf das neue, nur 150 Meter entfernte Naturschutzgebiet „Mausohrjagdgebiet Lindhoop“ hin. Da dürfe man an der Ritterallee nicht Halt machen.

Protestpicknick in Kirchlinteln

Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns
Protestpicknick in Kirchlinteln
Die Pläne für ein neues Baugebiet in Kirchlinteln stoßen auf Protest. © Wiebke Bruns

„Im Vordergrund stehen hier finanzielle Interessen der Niedersächsischen Landesforsten, die das Grundstück als Bauerwartungsland zu einem Vielfachen des Preises für Wald verkaufen möchten“, kritisiert Paepke. Anwohnerin Renate von Weschpfennig genießt den Wald jeden Tag. „Wenn man die Straße hochfährt, das Herz lacht“, sagt sie. Nachbar Karl-Heinz Fridriszik stimmt ihr zu. Beide haben sich der Interessengemeinschaft Ritterallee angeschlossen. Dort kann man sich auch unter ig-ritterallee@online.de für so etwas wie einen Newsletter anmelden.  wb

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