Domweih-Frühschoppen

Feiern bis zum Abwinken

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Hilke Schröder (Verden), die Frau in Pink, stürzte sich mit Freundinnen ins Vergnügen.

Verden - Die vor sich hin lächelnden Domweihbesucher erlebten Glücksgefühle, und nicht zuletzt lachten mit der Sonne die Wirte und Schausteller auf dem ältesten norddeutschen Volksfest um die Wette. Was will man mehr? Vor allem auf die Ur-Verdener übte der mit jeder Menge Livemucke gewürzte Frühschoppen auch Sonntag wieder eine geradezu magnetische Wirkung aus.

Eine Teilnahme scheint einfach Pflicht: Ob stehend oder dicht gedrängt an langen Tischen, es wurde mitgesungen, kräftig geschunkelt, getanzt und gezecht und so mancher musste sich beim Nachbarn einhaken, um die Balance zu halten, wenn etwa Bier & Co ihre Wirkung zeigten.

Bei sommerlichen Temperaturen schlängelten sich die Massen bereits um die Mittagszeit durch die Rummelgasse, um sich vor den Getränkeständen zu versammeln, der Livemusik zu lauschen, lauthals mitzusingen oder sogar das eine oder andere Tänzchen zu wagen. Musiker wissen eben, was gut ist, beziehungsweise, womit man die Massen verlässlich in Schwung bringt.

Junggesellinnenabschied: Nicole Büssenschütt aus Holtum (Geest), Vierte von links), ließ es auf der Domweih mit ihren Freundinnen so richtig krachen.

So hottete eine Clique nicht mehr ganz junger Damen vor der „Almhütte“ ab und schwang dabei ihre Arme im Takt der Musik über den Köpfen hinweg. Auf der Festmeile selbst waren etliche Teilnehmer von diversen Junggesellen- oder Junggesellinnenabschieden unterwegs und ließen es noch einmal gewaltig krachen. Kurzum: Es herrschte bierselige Bombenstimmung entlang der Festmeile und fröhliche Feiereinigkeit.

Domweih 2017 - Fotos vom Sonntagabend

Frühschoppen auf der Verdener Domweih

Die Sonne heizte zudem teils auch richtig ein, rückte aber manches auch ins falsche Licht. Einige Fahrgäste waren sich sicher, die falsche Entscheidung getroffen zu haben: „Bei diesem Wetter überschätzt man sich wohl leicht“, sagte ein junger Mann, der keuchend einem Karussell mit Überschlagmodus entstieg. Sein Gesicht erschien blass im strahlenden Sonnenschein und er verlangte lautstark nach einer Abkühlung aus dem Bierzelt gegenüber. Und während das Volk feierte, mit Helium gefüllte Ballons durch die Luft schwebten und das gekaufte Eis zwischen unzähligen Händen schnell dahinfloss, hatte das domweiharbeitende Volk einen schweren Stand: „Die Temperaturen machen einen gleich ziemlich kaputt“, klagte ein junger Kellner, während er die flüssige Fracht durch die Tischreihen zu den Gästen schleppte.

„Die Domweih ist einfach geil“, brachten die Freundinnen von Nicole Büssenschütt aus Holtum (Geest) ihre Faszination auf den Punkt. Die Frauen waren in Sachen Junggesellinenabschied auf der Domweih unterwegs und natürlich hatten sie die Braut, Nicole, entsprechend herausgeputzt. „Die Trauung findet aber erst im August statt“, wurde verraten. Mit Holger Kranz, dem künftigen Ehemann, hat sich die Braut einen richtigen Glücksbringer geangelt, da er von Beruf als Schornsteinfeger tätig ist. „So hat sie ihn auch kennengelernt. Er hat gleich mehrfach an ihrer Haustür geklingelt“, scherzten die Freundinnen. Ob sie die Tür dann möglicherweise im Negligé geöffnet hat, haben sie allerdings mit leichtem Grinsen nicht verraten.

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