Historisches Museum geöffnet / Hygienekonzept bewährt sich

„Freuen uns über jeden Besucher“

Gabriele Müller geht mit gutem Beispiel voran und demonstriert, wie man sich richtig die Hände desinfiziert. Museumsleiter Dr. Björn Emigholz findet's gut.
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Gabriele Müller geht mit gutem Beispiel voran und demonstriert, wie man sich richtig die Hände desinfiziert. Museumsleiter Dr. Björn Emigholz findet's gut.

Verden - Von Lisa Hustedt. Alltag sieht anders aus. Dessen wird sich jeder schnell bewusst, der in letzter Zeit am Verdener Domherrenhaus vorbeigegangen ist. Vor dem historischen Museum, an der Litfaßsäule sowie direkt im Eingangsbereich, steht ein großes Schild „Hygieneregeln beachten!“, darunter eine Grafik mit den wichtigsten Hinweisen. Doch das wichtigste Detail findet sich direkt daneben: die offene Eingangstür. Denn seit drei Wochen hat das Domherrenhaus wieder geöffnet und lädt Kultur- und Geschichtsinteressierte dazu ein, die Ausstellungsräume mit ihren vielfältigen Exponaten zu besichtigen – mit genügend Sicherheitsabstand und Mund- und Nasenbedeckung versteht sich.

„Wir merken schon, dass die Menschen noch verhalten und vorsichtig sind. Doch trotzdem durften wir bereits einige Gäste, gerade Familien mit Kindern, bei uns im Domherrenhaus begrüßen“, so Gabriele Müller, Mitarbeiterin im Museum. Seit drei Wochen hat das Domherrenhaus wieder geöffnet. „Das Hygienekonzept, dass wir für das Haus erstellt haben, hat sich bewährt. Neben Hinweisschildern, die auf den Mindestabstand hinweisen, haben wir außerdem an mehreren Stellen Desinfektionsmittelspender aufgebaut“, so Müller weiter.

„Um sicherzustellen, dass sie Besucher den Mindestabstand einhalten können, gibt es in den Ausstellungsräumen ein Wegesystem. „Beispielsweise im ersten Obergeschoss haben wir eine Einbahnstraße ausgeschildert. Die haben wir dann auch mit den Kollegen in der Praxis ausprobiert. Außerdem sind alle Treppen eine Einbahnstraße.“ Regelmäßig werden sowohl die Türgriffe als auch Kontaktflächen gereinigt und desinfiziert, die Toiletten hingegen nach jeder Benutzung.

Um die Infektionsgefahr weiter zu minimieren, wird im Domherrenhaus soweit möglich auf interaktive Ausstellungsstücke verzichtet. „Weniger anfassen, mehr gucken“, laute die Devise, wobei es Müller bedauert, dass aus diesem Grunde auch der Verkleidungsbereich für Kinder vorerst abgebaut werden musste. „Trauungen im Trauzimmer sind aber weiterhin möglich“, betont sie. Zu diesem Anlass würde dann das ganze Domherrenhaus für den Publikumsverkehr geschlossen werden.

Ansonsten gelten – anders als fälschlicherweise auf Google angezeigt – die normalen Öffnungszeiten, von Dienstags bis Sonntags, von 10 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr. Bis auf Weiteres wird es aber keine großen Ausstellungen oder Aktionen geben. „Wir wollen ja keinen großen Andrang provozieren, haben aber die Hoffnung, dass viele bei unserer Domweih-Ausstellung mitmachen“, so Müller. Sie weist damit auf die aktuell laufende Aktion hin, für die Fotos mit besonderen Domweihmotiven der vergangenen Jahre und Jahrzehnte per E-Mail an info@domherrenhaus.de mit einem Datenvolumen von maximal 3 MB gemailt werden (Betreff: Domweih 2020) können. Einsendeschluss für die Fotos per E-Mail ist am Mittwoch, 10. Juni.

„Wir freuen uns über jeden einzelnen Gast, der uns trotz Krise besucht und hoffen, dass das Land bald kleinere Veranstaltungen genehmigt, sodass wir beispielsweise Künstlern wieder einen Auftritt ermöglichen können. Lieber Kultur für kleine Gruppen als für niemanden“, so Müller abschließend.

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