Daniel Beaca aus Verden-Borstel macht ein Freiwilliges Soziales Jahr in Ghana

Fremde Heimat in der Ferne

Daniel Beaca wird für ein Jahr in Ghana leben. Zu seiner Gastfamilie hatte der Abiturient bislang keinen Kontakt. - Foto: Niemann

Verden - Voraussichtlich Ende Juli geht sein Flug, doch noch hält sich sein Reisefieber in Grenzen. Dabei wird Daniel Beaca fast ein Jahr wegbleiben, um in Ghana, in einem Land, in dem er noch nie gewesen ist, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Die Reise wird im Rahmen des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderten Programms des Freiwilligendienstes „Weltwärts“gestiftet. Für den Abiturienten aus Verden-Borstel ist es Wagnis, Herausforderung, Abenteuer und humanitäre Verpflichtung zugleich, wenn er für zwölf Monate in Cape Coast, einer ghanaischen Kleinstadt direkt am Golf von Guinea, leben wird.

Daniel erzählt, dass er dort bei einer Gastfamilie wohnen wird, zu der er bislang aber noch keinen Kontakt hatte. Er möchte die Kultur kennenlernen und ist zuversichtlich, dass es keine Sprachbarrieren geben wird. „Die Menschen dort sollen neben verschiedenen Dialekten gut Englisch sprechen. Ich hoffe daher, dass es keine Verständigungsprobleme geben wird.“ Vor Ort möchte Daniel vor allem den Menschen helfen. „Ich werde im Krankenhaus, in einer Schule und in der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt“, weiß Daniel, der sich den kommenden Herausforderungen durchaus bewusst ist. Land und Region hat er sich schließlich bewusst ausgesucht, weil er die Menschen kennenlernen, mit ihnen leben und ihnen helfen möchte. Hilfe, die das Entwicklungsland immer noch dringend braucht, auch wenn sich in den zurückliegenden Jahrzehnten viel verbessert hat und sich die Alphabetisierungsrate inzwischen auf über 70 Prozent erhöht hat, die – zum Vergleich – in Deutschland 99 Prozent beträgt.

Die Bewerbung von Daniel für das Freiwilligenjahr im Ausland liegt übrigens bereits fast ein Jahr zurück. Vor einigen Wochen kam dann von der Entsendeorganisation, dem DRK Soziale Freiwilligendienste Mecklenburg-Vorpommern, die erhoffte Zusage. Dann folgten Impfungen sowie ein Vorbereitungsseminar, bei dem ihm Verhaltensregeln an die Hand gegeben wurden. So wurde beispielsweise vor Reisen bei Dunkelheit gewarnt. Bange machen lässt sich Daniel davon zwar nicht, er verspricht aber, vorsichtig zu sein, zumal seine Mutter zunächst alles andere als begeistert davon war, als Daniel den Wunsch äußerte, für ein Jahr nach Ghana zu gehen. Inzwischen hat sie sich aber an den Gedanken gewöhnt und freut sich für ihren Sohn, der Erfahrungen sammeln und sich einer ihm unbekannten Welt stellen möchte. „Wenn ich zurück komme, werde ich sicher ein anderer sein“, erklärt der leidenschaftliche Handballspieler selbstbewusst.

Zurzeit ist der Abiturient noch auf der Suche nach Sponsoren für die Finanzierung seiner Reise, für die ein monatlicher Spendenbeitrag vorgesehen ist. Impfungen, Flug, Transportkosten oder Unterkunft werden von der Entsendeorganisation zwar übernommen, aber damit das Ganze stattfinden kann, werden die Freiwilligen ermutigt, neben der eigenen Bezahlung von Visum und Vorbereitungskosten zusätzlich 200 Euro monatlich selbst zu den entstehenden Gesamtkosten beizutragen, so dass Daniel die Unterstützung von Förderern braucht. „Das Geld geht direkt an die Entsendeorganisation und alles, was über die benötigte Summe hinausgeht, kommt dem leitenden Programm „Weltwärts“ zugute“, sagt Daniel, der bei der Kreissparkasse Verden ein Spendenkonto eingerichtet hat. Konto: Daniel Beaca, IBAN DE11 2915 2670 0020 3876 68, BIC BRLADE21VER. 

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