„Freitag der 13.“: Theater-AG des Domgymnasiums probt für Inszenierung

Die Welt der Doku-Soaps

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Mediengruppe Kreiszeitung

Verden - Seit drei Jahren wird am Verdener Domgymnasium wieder intensiv Theater gespielt. Nach „Schneewittchen vs. Stiefmutter“ und „Romeo und Julia – reloaded“ steht in diesem Jahr „Freitag, der 13.“ von Peter Reul auf dem Programm. Die Premiere wird am Donnerstag, 9. Juli, um 19 Uhr in der Aula des Domgymnasiums gefeiert. Eine zweite Vorstellung gibt es am Dienstag, 14. Juli, um 19 Uhr.

Gut zwei Wochen vor der Premiere gibt Regisseurin Vanessa Galli den jungen Akteuren der Theater-AG am Domgymnasium noch viele Instruktionen: „Lauter, ihr müsst lauter sprechen, damit man euch auch auf den hinteren Plätzen noch gut versteht. Und ihr müsst euch mehr bewegen. Steht nicht so unbeteiligt herum. Das wirkt viel zu langweilig. Und tut nicht so, als hättet ihr Angst vor dem Publikum.“

Manches, was die Lehrerin sagt, geht unter im Geschnatter der Jugendlichen. Doch für die Lehrerin ist das kein Problem. Gerade zu Beginn einer Probe ist es einfach normal, dass sie um die Aufmerksamkeit der Darsteller ringen muss. Bereits seit mehreren Monaten arbeiten die 24 Laienschauspieler des siebten und achten Jahrgangs auf den Moment der Premiere hin. Sie wollen zeigen, dass sie ihre Rollen nicht einfach nur auswendig gelernt haben, sondern die Figuren in all ihren Facetten auch zum Leben erwecken können.

Noch laufen die Proben auf Hochtouren, aber der Text sitzt bereits. Für Vanessa Galli ist „Freitag der 13.“ das dritte Stück, das sie mit einem vergleichsweise jungen Ensemble am Domgymnasium inszeniert. Dafür wird sich die Bühne in der Aula in ein Eiland verwandeln, auf dem nach einem Unglück Menschen unterschiedlicher Couleur gestrandet sind. Hierarchien bestimmen das Miteinander der Zwangsgemeinschaft, die sich notgedrungen miteinander arrangieren und ihr Überleben organisieren muss. Als dann noch eine zweite Gruppe Abenteuerurlauber auftaucht und letztlich noch Eingeborene gesichtet werden, droht die Lage zu eskalieren.

„Diese Produktion ist nah an den Jugendlichen dran und passt gut in deren Alltag hinein“, betont Galli. Mit Rücksicht auf die Besucher will sie nicht allzu viel über den Inhalt des Stücks verraten. „Es ist ein sehr gutes Werk für diese Altersklasse, auch wenn es nicht leicht zu spielen ist. Für die Schüler ist das Stück besonders aktuell, da sich die darin enthaltene Gesellschaftskritik auf ihre Welt bezieht.“ Das Drama zeige unter anderem die negativen Seiten von Doku-Soaps oder Reality-TV, Fernseh-Formate, mit denen die Konsumenten täglich konfrontiert werden und die vor allem auch Jugendliche oft zu unbefangen verfolgen.

Für Galli ist das Stück daher auch für jugendliche Zuschauer sehr gut geeignet, weil es so wirklichkeitsnah ist. „Die jungen Darsteller können das auch besonders gut vermitteln“, findet die Lehrerin. „Sie erleben das Gespielte ja auch selbst.“

Karten sind im Vorverkauf (Schüler 3 Euro; Erwachsene 5 Euro) bei der Verdener Buchhandlung Vielseitig, im Domgymnasium sowie an der Abendkasse erhältlich.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Leiterin der Theater-AG unter der E-Mail-Adresse vanessa.galli@domgymnasium-verden.de.

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