Ausschuss stimmt Vorhaben zu 

Freies WLan für alle in der Verdener Innenstadt

Verden - Vor viereinhalb Jahren waren die rechtlichen Bedenken noch so groß, dass der Stadtrat einen kostenlosen WLan-Zugang auf dem Rathausplatz ablehnte. Nun aber soll es etwas werden mit dem freien Netz für alle. Und das nicht nur rund ums Rathaus, sondern in der gesamten Innenstadt.

Jens Steigerwald, städtischer EDV-Experte, stellte dem Ausschuss für Stadtentwicklung die Pläne am Mittwochabend vor. Und das Gremium zeigte sich sehr angetan davon.

„Ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt“, lobte Lars Brennecke (CDU), verbunden mit dem Hinweis, dass dieses Angebot für die Besucher der Innenstadt entsprechend beworben werden müsse. Rasmus Grobe (Grüne) ergänzt, es müsse an den jeweiligen Zugangspunkten eine „dezente, aber trotzdem eingängige Beschilderung“ angebracht werden.

Drei dieser sogenannten Access Points sollen auf dem Rathausvorplatz, entlang des Carl-Hatzky-Weges und an der Großen Straße in Richtung Norderstädtischer Markt den kostenlosen Internet-Zugang ermöglichen. Dafür soll der vorhandene DSL-Anschluss des Rathaus genutzt werden. Damit auch die Besucher des Allerparks das freie WLan nutzen können, sind hier ebenfalls drei Zugangspunkte vorgesehen.

Access Point am Bahnhofsvorplatz

Die Einrichtung eines weiteren Access Points ist für den Bahnhofsvorplatz vorgesehen. Und auch das Jugendzentrum soll profitieren. Von dort, so Steigerwald, sei schon häufiger die Frage nach öffentlichem WLan gekommen. Drei Zugangspunkte, zwei innen und einer außen installiert, sollen hier sowohl das Juz als auch Pendlerparkplatz und Bahnhofsbereich abdecken.

Vielfach können für den Ausbau des Netzes bereits vorhandene Leerrohre genutzt werden. Lediglich im Allerpark werden Erdarbeiten nötig sein. Auch in der Fußgängerzone, so war es der Beratungsvorlage zu entnehmen, fehle die Infrastruktur für die Bereitstellung eines öffentlichen WLans. Um dieses dennoch anbieten zu können, ist die Einbeziehung der dort ansässigen Gewerbetreibenden und ihrer DSL-Anschlüsse vorgesehen.

Die dazu nötigen Gespräche soll ein Provider führen. Ihn möchte die Stadt bei der Umsetzung des WLan-Projektes einbinden, weil sie selber nicht über genügend personelle Kapazitäten verfügt.

Eine Aufgabe des Anbieters ist dann auch der Einrichtung diverser Filter. Einerseits, um das Rathaus und seine EDV zu schützen. Andererseits, um den Zugriff auf rechtswidrige Inhalte im Internet zu verhindern. „Eine zeitliche Begrenzung oder Datenvolumen-Begrenzung pro Tag und Endgerät kann in Absprache mit dem Provider eingerichtet werden“, heißt es weiter in dem Beschlussentwurf.

Der Zugang zum Netz soll den Nutzern aber denkbar leicht gemacht werden. Es reicht die einmalige Akzeptanz der Nutzungsbedingungen auf einer vorgeschaltete n Seite. „Danach ist man immer online, wenn man in der Nähe dieses Netzes ist“, erklärte Steigerwald.

Ab wann es heißt „Freies W-Lan in der Innenstadt“, konnte Jens Steigerwald nicht sagen. Denn die geschätzten Kosten für die Einrichtung in Höhe von 18 000 Euro möchte die Stadt gerne über einen EU-Zuschuss wieder hereinholen. Anträge auf Mittel aus dem „Wifi4EU“-Programm können aber frühestens zum Ende des Jahres gestellt werden. 

kp

Rubriklistenbild: © dpa

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