Nachfolgerin von Björn Emigholz im Domherrenhaus

Frauke Müller ist neue Museumsleiterin

Björn Emigholz und Frauke Müller am Tisch sitzend.
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Leitungswechsel: Björn Emigholz (Mitte) hat den Schlüssel zu Museum an Frauke Müller abgegeben. Vorstandsmitglied Frank Voßhardt freut sich auf die Zusammenarbeit.

Verden – Nach 30 Jahren ist die Ära Björn Emigholz im Domherrenhaus zu Ende gegangen. Am Freitag stellte sich Frauke Müller als neue Leiterin des historischen Museums vor. „Ich weiß, es sind große Fußstapfen, in die ich trete, aber ich sehe das auch als Chance“, sagt Müller voller Vorfreude auf ihre neue Aufgabe.

Nach dem Studium Tätigkeit als Consulterin

Frauke Müller wurde in Elmshorn geboren, studierte in Karlsruhe und Paris Kunstgeschichte. Schon während des Studiums galt ihr Interesse der Denkmalpflege. Nach dem Studium arbeitete sie als Art Consulterin, versuchte Künstler und Firmen zusammenzubringen. „Meine Aufgabe war es, den Vorstand für das Konzept und die Arbeiten der Künstler zu begeistern. Das war eine sehr schöne und vielfältige Aufgabe“, erzählt die neue Museumsdirektorin.

Schließlich legte die dreifache Mutter eine längere Familienpause ein. Diese Jahre bezeichnete sie auch als ihre „Wanderjahre“, da die Familie bedingt durch den Beruf des Ehemannes alle zwei Jahre umgezogen ist. 2006 kam Familie Müller nach Verden und beschloss zu bleiben. „Wir fühlen uns hier sehr wohl und der Stadt verbunden. Die Kinder bezeichnen Verden als ihre Heimat“, so Müller.

Kurse an der KVHS geleitet

Wieder sesshaft geworden, startete Frauke Müller auch beruflich wieder durch. Von 2009 bis September dieses Jahres leitete sie Integrationskurse an der KVHS, war dort vor allem in der Alphabetisierung von Migrant

Die Verbindung zum Domherrenhaus kam 2015 zustande, als Museumspädagogin Julia Nehus sie bat, für die Reihe „Blue Thursday“ einige Künstler vorzustellen. „Da ist mir das Herz aufgegangen, weil ich mich wieder mit den gleichen Themen wie im Studium beschäftigt habe. Da wurde mir klar, dass ich wieder in diesen Bereich zurück möchte“, erzählt die Kunsthistorikerin.

Vier Bewerber für Nachfolge von Björn Emigholz

Als bekannt wurde, das Björn Emigholz in Rente geht, habe sie sich sofort auf die ausgeschriebene Stelle beworben. „Wir hatten vier Bewerber, drei haben wir eingeladen, und Frau Müller hat uns überzeugt“, bringt es Frank Voßhardt, Vorstand des Vereins Domherrenhaus, auf den Punkt.

Arbeitsbeginn am 1. Dezember

Offizieller Arbeitsbeginn der neuen Direktorin ist zwar erst am 1. Dezember, doch seit drei Wochen macht sich Frauke Müller bereits ein Bild von ihrem neuen Aufgabenbereich. „Das ist eine neue Welt mit vielfältigen Aufgaben. Viele Objekte muss man bewahren, ich hoffe aber, auch noch den einen oder anderen Schatz hier zu finden“, sagt sie. Darüber hinaus ginge es auch um die Erhaltung des Hauses selbst. So sei für das nächste Jahr die Sanierung der Westfassade geplant.

Museum soll sich mit Stadt und Landkreis auseinandersetzen

Frauke Müller hat sich zum Ziel gesetzt, dass sich das Domherrenhaus anhand verschiedener Ausstellungen und Themen mit Stadt und Landkreis auseinandersetzt und so verschiedene Aspekte beleuchtet. „Geschichte ist nie abgeschlossen, ich möchte den Bezug zur Gegenwart aufgreifen. Ich hoffe, mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen. Das Domherrenhaus soll ein lebendiger Ort sein, an dem man sich trifft.“

Björn Emigholz wird das Domherrenhaus künftig nur noch als Gast betreten. Für die Reihe „Blue Thursday“ bleibt er dem Haus aber auf jeden Fall erhalten.

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