Frauengruppe lädt zum Weltgebetstag ins Gemeindezentrum St. Nikolai ein

Kuba im Wandel als Thema

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Die ökumenische Frauengruppe bereitet gemeinsam mit Pastorin Stefanie Ott-Frühwald (vorne rechts) den Gottesdienst zum Weltgebetstag am 4. März vor.

Verden - Die ökumenische Frauengruppe lädt für Freitag, 4. März, um 19.30, herzlich zu einem besonderen Gottesdienst zum Weltgebetstag in das Gemeindezentrum St. Nikolai, Plattenberg 20, ein. Den Weltgebetstag feiern christliche Frauen aller Konfessionen in über 170 Ländern der Erde immer am ersten Freitag im März.

In jedem Jahr steht ein anderes Schwerpunktthema und ein anderes Land im Mittelpunkt. In diesem Jahr kommt die Gottesdienstordnung von den Kubanerinnen. „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“, haben sie als Motto für den diesjährigen Weltgebetstag gewählt.

Schon seit einigen Wochen treffen sich die 17 Christinnen der ökumenischen Frauengruppe aus den sechs Gemeinden Dom, Selk, St. Andreas, St. Johannis, St. Josef und St. Nikolai regelmäßig, um den Gottesdienst vorzubereiten. „Wir haben gemeinsam mit Pastorin Ott-Frühwald Bibelarbeit zu den vorgeschlagenen Texten gemacht und uns auch viel mit dem Land Kuba beschäftigt“, erzählt Linda Burdorf.

Kuba ist die größte Insel der Karibik, das Land befindet sich im Wandel. Die seit der kubanischen Revolution 1959 vorherrschende Blockadepolitik der USA und Westeuropas weicht auf. Es gibt diplomatische Beziehungen und die wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit soll ausgebaut werden.

Das wird von den Kubanern begrüßt, doch gleichzeitig wächst die Angst vor dem Verlust der nationalen Eigenständigkeit. Viele Menschen befürchten auch, dass die positiven Errungenschaften der Revolution, wie kostenloser Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung, wieder verloren gehen könnten.

In ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag teilen die Kubanerinnen mit, wie die wirtschaftliche Krise und die anhaltende Auswanderung die Familien belasten. Auch die persönliche und berufliche Entfaltung der jüngeren Generation bedenken sie.

Die Frauen aus Kuba vermitteln aber auch die Vision eines Lebens in Gerechtigkeit. Eine gerechte Gesellschaft muss demnach gerade von denen aktiv mitgestaltet werden, die bislang häufig am Rand stehen, wie Kinder oder ältere Menschen.

Die ökumenische Frauengruppe wird den Gottesdienstbesuchern anhand eines Rollenspiels Frauen und Mädchen verschiedener Generationen aus Kuba vorstellen. Außerdem lässt eine Gruppe mit Musikerinnen aus fünf Gemeinden mit mitreißenden Liedern die Lebenslust Kubas lebendig werden.

Auch Kinderkirchentag

befasst sich damit

Darüber hinaus wird das Gemeindezentrum am Weltgebetstag mit vielen weißen Papierblumen geschmückt sein, die das Dekorationsteam zu diesem Anlass gebastelt hat. „Der Schmetterlingsjasmin ist die Nationalblume Kubas. Vor allem deshalb, weil Frauen während des Krieges gegen die Kolonialmacht Spanien in den Blütenblättern Nachrichten an die Freiheitskämpfer schmuggelten“, weiß Linda Burdorf.

Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die ökumenische Frauengruppe zu Gesprächen und Fingerfood mit landestypischen Spezialitäten ein.

Kinder ab fünf Jahren bis zum Konfirmandenalter sind für Sonnabend, 5. März, ins Gemeindezentrum St. Nikolai zum Kinderkirchentag eingeladen. Dieser beschäftigt sich von 10 bis 13 Uhr ebenfalls mit dem Thema „Kuba“. Für Essen und Trinken ist auch hier gesorgt. Kosten entstehen keine, Spenden für ein Projekt in Kuba sind jedoch herzlich willkommen.

ahk

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