Kreisfrauenrat schreibt an Bundesregierung

„Frauen haben Recht auf Info über Abbruch“

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Karin Labinsky-Meyer, die Vorsitzende des Kreisfrauenrats Verden, setzt sich für die Abschaffung des Paragrafen 219a ein. 

Landkreis Verden - „Die Entscheidung über einen Schwangerschaftsabbruch gehört zu den persönlichsten Entscheidungen, die eine Frau in ihrem Leben trifft“, so die Vorsitzende des Kreisfrauenrats Karin Labinsky-Meyer.

Diese Entscheidung gelte es, zu respektieren. In der Diskussion um den Paragrafen 219a des Strafgesetzbuches hat sich der Kreisfrauenrat an die Bundeskanzlerin, an die Ministerinnen Katharina Barley (Justiz) und Franziska Giffey (Familie) sowie an Gesundheitsminister Jens Spahn gewandt.

Der Kreisfrauenrat beim Landkreis Verden schließt sich in seinem Schreiben ausdrücklich den Forderungen der Frauen- und Sozialverbände an und fordert, Paragraf 219a des Strafgesetzbuches (StGB) aufzuheben. Der Paragraf verbietet es Ärztinnen und Ärzten, auf die Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruchs in ihrer Praxis hinzuweisen. 

„Das schränkt das Informationsrecht der Frauen ein“, schreibt die Vorsitzende des Kreisfrauenrates in dem Brief und weiter: „Schwangere Frauen haben in einer solchen Notsituation ein Recht auf sachliche Informationen zum Schwangerschaftsabbruch, um eine verantwortliche Entscheidung zu treffen und um von ihrem Recht auf Selbstbestimmung Gebrauch zu machen.“ 

Konkrete Informationen sind entscheidend

In dieser Lebenssituation benötigten Frauen unbedingt einen einfachen, niedrigschwelligen Zugang zu konkreten Informationen und sie müssten wissen, wo in ihrer näheren Umgebung ein Schwangerschaftsabbruch möglich sei. 

Oft spiele gerade in dieser Lage die Zeit eine Rolle, da Fristen eingehalten werden müssten. Darum fordert der Kreisfrauenrat die Adressaten auf, den Paragrafen aufzuheben. Zugleich würde Ärztinnen und Ärzten Rechtssicherheit verschafft, meint Labinsky-Meyer.

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