Franziska Willmer und Marlena Schmitz waren in Mexiko und Ecuador

Ein Jahr im Ausland

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Marlena Schmitz und (2.v.l.) und Franziska Willmer (2.v.r) haben im Auslandsjahr viele interessante Erfahrungen gesammelt. Uli und Tanja Schmitz organisieren den Austausch.

Verden - „Ein verlorenes Jahr war das bestimmt nicht“, darin sind sich Franziska Willmer und Marlena Schmitz einig. Die beiden 17-jährigen Gymnasiastinnen nahmen am Schüleraustauschprogramm des Rotary Clubs teil. Franziska verbrachte ein Jahr in Mexiko, Marlena in Ecuador. Mit vielen neuen Eindrücken kehrten die beiden jungen Frauen nach Deutschland zurück.

Für Franziska war es der erste lange Aufenthalt im Ausland. In Mexiko lebte sie in drei verschiedenen Gastfamilien. „In Ordnung waren alle drei, aber mit zwei Familien habe ich mich besonders gut verstanden“, erzählt sie. Im Unterricht mitzukommen bereitet ihr keine Schwierigkeiten. Auch mit dem Spanisch klappte es bald. „Schon nach drei Monaten konnte ich mich gut verständigen.“ Besonders geschätzt wurde Franziska von ihren mexikanischen Mitschülern wegen ihres Fußballtalents. In der Schulmannschaft sei sie die Schnellste und Beste gewesen.

Einzig das Essen bereitete der Austauschschülerin wegen der Schärfe anfangs Magenprobleme. „Doch auch daran gewöhnt man sich.“ Zu den schönsten Erinnerungen des Austauschs gehören die Reisen mit den andern Austauschschülern aus aller Welt. Unter anderem ging es nach Mexiko City. „Untereinander haben wir uns auf Spanisch unterhalten“, erzählt die Verdenerin.

Aufgefallen ist ihr, dass man in Mexiko noch mehr Wert auf Tradition legt als in Deutschland. Traditionelle Tänze und Musik gibt es in jeder Region. „Und es gibt sehr viele Feiertage“, schmunzelt Franziska. Als Beispiel nennt sie den „Tag des Taxifahrers“, an dem alle Taxis mit bunten Luftballons geschmückt sind. Von Gewalttätigkeiten in Mexiko hat die Schülerin nichts mitbekommen. „Man weiß genau zu welcher Zeit man wo hingehen darf.“ Meistens wurde die junge Deutsche wegen ihrer hellen Haut und den dunkelblonden Haaren sogar zuvorkommend behandelt. Für „La Blanca“ hielten die Autos extra an.

Auch Marlena kann von ihrem Jahr in Ecuador nur Positives berichten. „Durch diesen Aufenthalt bin ich sehr viel selbstbewusster geworden“, hat sie festgestellt. Marlena lebte in zwei Gastfamilien. „Die zweite war wie eine richtige Familie, wir sind immer noch in Kontakt.“ Auch für sie gehören die Reisen mit den anderen Austauschschülern zu den Highlights. Zwei der Trips führten sie an den Amazonas und auf die Galapagos Inseln.

Mit dem Essen ist auch Marlena nicht ganz einverstanden gewesen. „Ich habe noch nie so viel Reis gegessen, den kann ich immer noch nicht wieder sehen“, sagt sie. Die Schule in Ecuador sei für sie keine große Herausforderung gewesen. Heimweh war nur zu Weihnachten ein Thema. „Aber durch solche Probleme wächst man“, hat die 17-Jährige erfahren.

Wenn auch die positiven Eindrücke überwiegen, eins stört Marlena doch: Die Unpünktlichkeit, „das bin ich aus Deutschland nicht gewohnt.“ Auch die Fahrweise sei in Ecuador anders. „Rote Ampeln interessieren nicht und man fährt, wo Platz ist, egal ob rechts oder links“, erzählt sie.

Organisiert wird der Rotary Schüleraustausch von Jugenddienstleiter Uli Schmitz und Ehefrau Tanja. Schmitz betont, dass das Austauschprogramm für alle offen ist.

ahk

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