Forum im GaW für neunte und zehnte Klassen / Viele Informationen

Großer Markt der Berufe

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Mediengruppe Kreiszeitung

Verden - Lieber Ärztin oder Staatsanwältin, IT-Fachmann oder Polizist? Gymnasiasten stehen nahezu alle Berufe offen. Doch gerade bei der Fülle der Ausbildungsmöglichkeiten fällt die Wahl oft schwer. Hilfestellung beim Weg zum Traumberuf gibt seit einigen Jahren das aus einer Elterninitiative hervorgegangene Berufsforum des Gymnasiums am Wall.

Einmal jährlich stellen hier hauptsächlich Eltern die verschiedensten Berufe vor. Organisiert wird die Veranstaltung von Martina Banse und Jürgen Figna. Gestern hatte sich die Aula erneut in einen Marktplatz für Berufe verwandelt. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen neun und zehn konnten sich ein Bild von 20 verschiedenen Berufen machen.

Physik, Naturwissenschaften, Medizin, Psychologie, Finanzverwaltung, IT-Systemtechnik oder etwas im sozialen Bereich, die Bandbreite der vorgestellten Berufe war enorm. „Die Schüler werden in jedem Jahr nach ihren Berufswünschen gefragt. Danach richtet sich auch, welche Berufe wir aufnehmen. Wir fragen zunächst immer die Eltern, ob sie bereit sind, ihren Beruf vorzustellen, denn das Berufsforum soll hauptsächlich in Elternhand bleiben“, erklärt Martina Banse.

In drei Durchgängen von jeweils 20 Minuten konnten sich die Jugendlichen über drei verschiedene Berufe informieren und Fragen stellen. Das meiste Interesse gebe es immer bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft, den Piloten oder der IT, so Banse.

Polizist ist auch der Traumberuf von Daniel und Arlind. Die beiden 15-jährigen nutzten das Forum, um sich umfassend zu informieren. „Ich habe hier viele interessante Fakten erfahren“, berichtete Daniel. „Die Polizisten haben viel erklärt“, fand auch Arlind. Er hatte sich nach den Voraussetzungen für ein Studium erkundigt und möchte sich zunächst für ein Praktikum bewerben.

Auch Cedrik fand das Berufsforum gut, die Berufe Staatsanwalt oder Psychologe würden ihn reizen. „Ich vermisse aber den Beruf des Eventmanagers“, bedauerte er. Lisa war bei der Psychologin, die über ihren Beruf berichtet hat. „Sie hat alles gut beschrieben, mir hat gefallen, dass sie viel über das Studium gesprochen hat.“

Die beiden Neuntklässlerinnen Julia und Ina zieht es zu den Naturwissenschaften. „Die sind später viel spannender als in der Schule“, machte Doktorandin Anna Steyer ihre Arbeit schmackhaft. Sie zeigte den Schülerinnen, wie man mit einer Pipette eine genau definierte Menge einer Flüssigkeit in ein Reaktionsgefäß überführt. Eine der Grundfertigkeiten, die man bei der Arbeit in einem Labor benötigt.

Über mangelndes Interesse konnte sich auch Oberstaatsanwalt Thomas Löding nicht beklagen, bei ihm war immer was los. „Das macht mir hier sehr viel Spaß, die Ausbildung junger Leute ist wichtig. Die Schüler zeigen großes Interesse und nehmen alles sehr gut an“, lobte er.

Nicht ganz so leicht, Interesse zu wecken hatte es Rechtspflegerin Inga Eilers. „Unser Beruf ist einfach zu wenig bekannt“, bedauerte sie. Viele wüssten gar nicht, was alles zu den Aufgaben eines Rechtspflegers gehöre. Dabei sei dieser Beruf durchaus vielseitig. „Wir erteilen nicht nur Erbscheine, sonder führen auch Versteigerungen durch“, berichtete sie.

ahk

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