Duo Folani begeistert mit exquisiter Kammermusik in der Stadtbibliothek

Fulminanter Konzertauftakt

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Ihno Tjark Folkerts und Suren Anisonyan präsentierten ihr „Konzert zum neuen Jahr“.

Verden - Champagner gab es am Freitag in der Stadtbibliothek beim „Konzert zum neuen Jahr“ des Duos Folani zwar nicht, doch auch mit einem Gläschen Wein oder Sekt genoss das Publikum den prickelnden Start ins neue Jahr mit den musikalischen Perlen, die Ihno Tjark Folkerts (Geige) und Suren Anisonyan (Violincello) mit Hingabe und Leidenschaft präsentierten.

Die beiden Ausnahmemusiker, auch bekannt als Mitglieder des Trios Limusin, lernten sich 1998 als Solisten der „Jungen Philharmonie Köln“ kennen und treten seit 1999 mit wechselnden Programmen als Duopartner auf. Diesmal hatten sie für ihr Publikum exquisite Werke unter anderem von Paganini, Mozart, Beethoven, Massenet, Bach und Vivaldi zusammengestellt.

Den Anfang machte Paganinis „Sonata di Centone“ in einer Bearbeitung von Suren Anisonyan. Virtuos und mitreißend spielte das Duo danach den 1. Satz des Duos C-Dur für Violine und Violincello von Ludwig van Beethoven. „Ein gut gesetztes, aufgeräumtes Werk, ganz im Gegensatz zu Beethovens Wohnung“, sagte Folkerts, der das Publikum zwischen den einzelnen Stücken mit kleinen heiteren Geschichten oft zum Lachen brachte.

Bei der einfühlsam gespielten, berühmten „Thais-Meditation“ von Jules Massenet schmolzen die Zuhörer förmlich dahin. Ein musikalischer Hochgenuss bot das Duo Folani ebenso mit Mozarts bekanntem „Andante cantabile“ aus dem Duo Es-Dur für Violine und Violincello.

Einige der schönsten Inventionen und Tänze von Johann Sebastian Bach hatten die beiden zu einer Suite in sechs Sätzen zusammengestellt.

Der Gesang der Gondoliere hatte Tschaikowsky einst zu seiner „Barcarolle“ in g-Moll inspiriert, an diesem grauen Januartag lud sie zum Träumen ein.

Den Abschluss des ersten Teils des Konzertes bildete der 1. Satz aus der Trisonate G-Dur von Giovanni Batista Pergolesi in einem Arrangement von Suren Anisonyan. Der zweite Teil war ausschließlich den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi gewidmet. Anisonyan hatte das berühmte Werk eigens für Violine und Violincello bearbeitet.

Vivaldi selbst hatte den Verlauf der Jahreszeiten in Italien in vier Sonetten beschrieben, die er dann musikalisch umsetzte. Ihno Tjark Folkerts las vor dem Konzert zu jeder Jahreszeit das passende Sonett, so konnte das Publikum die Musik anschließend mit den entsprechenden Bildern verbinden. Im Frühling ließ Folkerts mit seiner Geige die Vögel zwitschern, im Sommer intonierte Anisonyan mit seinem Cello den drohenden Donner, bevor Sturm und niederprasselnder Regen die Weizengarben umwerfen. Fröhliche Lieder und Gesänge beschrieben den Herbst, klirrende Kälte, stille Tage am Kamin, aber auch fröhliches Herumwirbeln auf dem Eis den Winter.

Am Ende gab es für diesen fulminanten Konzertauftakt viel Applaus und zwei Zugaben des Duos Folani.

ahk

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