Die Freiheit über den Wolken gespürt

Hoch hinaus ging es gestern beim Verdener Flugtag.

Die Böen haben mich gepackt, ein Gefühl völliger Freiheit.“ Als der Verdener Werner Lach beim Flugtag gestern in Scharnhorst dem Mittelding zwischen Flugzeug und Hubschrauber, dem Gyrocopter entstieg, da strahlte er nur noch. „Würde ich auf jeden Fall wieder machen.“

Auch Stella reagierte begeistert. Vier Jahre ist sie jung; die Antonov, aus der sie stieg, ist an die zehnmal älter, aber die Freundschaft hielt schon. „Es war super. Das machen wir wieder.“ Alles kein Einzelfall. Viele, viele der Besucher nutzten die Gelegenheit, Stadt und Region mal von höherer Warte zu betrachten.

Zufrieden reagierte auch der Verdener Luftfahrt-Verein. Mehr als 3 000 Besucher hatten sich von Loopings, von Rückenflügen und „winkenden Flugzeugen“ begeistern lassen, hatten mit teilweise anhaltendem Applaus auf die Künste hoch über ihnen reagiert. „Das war eine Werbung für den Luftsport“, fasste Moderator und stellvertretender Vorsitzender Winfried Hans die achtstündige Veranstaltung zusammen.

Loopings, Rückenflüge und winkende Flugzeuge

Foto

Ob Hammerheat des Deutschen Meisters Burkhard Schröfel, ob vollständige Rollen nur wenige hundert Meter über dem Flugplatz oder Kunstflug nach Musik mit Segelkunstfluglegende Jürgen Staus – bei anhaltend trockenem Wetter boten sich herrliche Bilder über den Besuchern. Und den Piloten machte weder der etwas böige Seitenwind noch das Vier- oder Fünffache der Erdgravitation zu schaffen. Selbst dann nicht, wenn sie mehrfach starteten. „Bin ich gewohnt, im ganz normalen Alltag bin ich x-fach in der Luft,“ sagt der hochdekorierte Kunstflieger und Kunstfluglehrer Wilfried Möhle. Gerade war er aus seiner Cap 10 ausgestiegen – nach Turn mit einer Rolle, nach Looping, Rollenkehre, Trudeln und dem so genannten Avalanche, einem Looping mit gerissener Rolle. Doch auch am Boden gab es eine Menge zu sehen.

Die historischen Yaks, die „scharfen Nasen“ aus der sowjetischen Sport- und Militärschmiede Jakowlew, zogen interessierte Blicke an, jenes Segelflugzeug, das weltweit als erstes vor der Zulassung als Düsensegler steht, ebenfalls, und die Modellflugzeuge nicht minder. Und als Yaks, Modelle und „Düsenjet“ empor stiegen, ernteten sie Applaus. Zwischendurch sorgte die uralte „Dromedar“ für Aufsehen, ein einstiges Brandschutz-Flugzeug mit beträchtlichem Höcker aus Polen , das der Tüftler Fritz Koldehofe vor dem Verschrotten bewahrt und zu neuem Leben erweckt hatte.

Fallschirmspringer beeindruckten mit zielgenauer Landung trotz kräftiger Böen, Flugsimulation und Fluglehrer-Infostände sorgten für längere Schlangen. Begonnen hatte das Programm am morgen mit einem Synchron-Segelflug; im weiteren Verlauf folgte ein Formationsflug mit gleich drei Maschinen, beide Programmpunkte waren von Piloten des Verdener Luftsport-Vereins vorgestellt worden.

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