„Eine Welt aus Ton“-Aktion

Verdener Fischgeschäft wird zum Kunstlabor

Ein Mann und eine Frau stehen in einem Geschäftsraum. Der Mann hält ein Objekt aus Ton hoch.
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Da geht doch noch mehr, oder? Susanne Reinhardt und Bürgermeister Lutz Brockmann mit seinem Erstlingswerk, dem Verdener Wappen.

Verden – Wie Menschen – junge und ältere – sich auf die Materie Ton einlassen, sich darüber Ausdruck verschaffen, mit sich selbst und mit ihrem Umfeld auseinandersetzen, wird in dieser Woche die Mitmach-Aktion „Eine Welt aus Ton“ zeigen. Bürgermeister Lutz Brockmann und die städtische Kulturförderin Susanne Reinhardt stellten das Angebot des Kunstlabors 2021 dort vor, wo es auch stattfindet: in der Große Straße 70, in den Räumen des ehemaligen Fischgeschäftes Bremer.

Wie schon bei der Mitmach-Aktion „Sandskulpturen“ auf dem Rathausplatz, ist der Fokus auf unterschiedliche Zielgruppen gerichtet. „Jeder ist willkommen, ob Kinder, junge oder ältere Leute oder Menschen mit Beeinträchtigung“, so Reinhardt im Pressegespräch, mit den projektverantwortlichen Künstlern Christoph Liedtke (Halle) und Silke Mohrhoff (Bremen) sowie Margarete Meyer vom Veranstalter und Projektpartner Tintenklecks. An dem Gespräch nahmen außerdem Dörte Pertiet und Nicola Remagen teil, zwei von insgesamt 14 involvierten Kunstschaffenden. Sie berichteten von ihren vielfältigen Erfahrungen in früheren Projekten, die beide Künstlerinnen auch als persönliche Bereicherung schilderten.

Ein experimenteller Raum in der Stadt

Gleich zu Beginn des Gesprächs stellten Brockmann und Reinhardt klar, dass mit dem Kunstlabor-Projekt ein experimenteller Raum in der Stadt geschaffen wurde, der von möglichst vielen Menschen mitgestaltet werden soll. „Davon lebt das Projekt“, bekräftigte Brockmann, der außerdem auf den integrativen Charakter verwies. Liedtke und Mohrhoff betonten, dass es bei „Eine Welt aus Ton“ nicht auf die Ergebnisse ankommt.

Kunstwerke werden im Schaufenster ausgestellt

Gleichwohl könnten die Kunstwerke sich erfahrungsgemäß sehen lassen. Sie würden daher nach Abschluss der Aktion am Sonntag bis Mitte September im Schaufenster gezeigt. Liedtke, der in Halle bereits ein mehrwöchiges Tonprojekt mit 500 Teilnehmern durchgeführt hat, zeigte sich begeistert, wie sich die Stadt Verden für die Kunst engagiert und hier insbesondere niedrigschwellige Angebote fördert. „Ich bin also gespannt, was sich hier in den nächsten Tagen tun wird.“

Insgesamt wartet eine Tonne Ton in Form von 100 Paketen à ein Kilo, sogenannte Batzen, auf die Verarbeitung. Sie sind gespannt, wer sich daran versucht: Nicola Remagen, Dörte Pertiet, Silke Mohrhoff, Lutz Brockmann, Christoph Liedtke, Margarete Meyer und Susanne Reinhardt (v.l.).

Thematisch werde den Teilnehmern von „Eine Welt aus Ton“ nichts vorgegeben. „Alles soll möglich sein, ganz so, wie die Welt nun einmal auch ist“, hieß es, wobei bei derlei Projekten neben den künstlerisch-kreativen Komponenten immer auch soziale Aspekte eine Rolle spielten. Doch zunächst komme es erst einmal darauf an, den Teilnehmern ein Gefühl für das fremde Material zu vermitteln. Zu zeigen, welche Kunstwerke man aus der knetbaren Masse zaubern könne, erfahrbar zu machen, was man alles mit den eigenen Händen schaffen könne, und darzustellen, wie viel Spaß es bereite, selbst kreativ etwas zu schaffen.

Bis Sonntag für alle zum mitmachen

Wer bis einschließlich Sonntag, 8. August, beim kostenlosen Ton-Atelier mitmachen möchte, wird gebeten, sich über das städtische Internetportal www.verden.de, Suchbegriff „Eine Welt aus Ton“, anzumelden. Dabei sind Mehrfach-Buchungen möglich. Vorausgesetzt, es sind Kapazitäten frei, ist auch eine spontane Teilnahme möglich.

Reinhardt: „Zunächst sind Einheiten von zwei bis drei Stunden in der Zeit von 10 bis 18 Uhr vorgesehen, die sich aber verändern können.“ Die Teilnehmerzahl ist wegen der Pandemie auf zwölf Personen begrenzt, die parallel unter Einhaltung geltender Hygiene- und Abstandsregeln draußen und drinnen arbeiten können.

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