Institutionen stellen Berufe in den BBS Verden vor

Tipps für die Ausbildung

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Wolfgang Rodewald (links) informiert sich an einem Stand.

Verden - Kleine Metallscheiben bewegen sich wie im Zeitlupentempo über die Versuchsanordnung einer Verdener Maschinenbaufirma. Interessiert verfolgen Jugendliche den Weg der Zylinder, der ihnen beispielhaft den Ablauf von maschinellen Prozessen vor Augen führen soll.

Die Firmen, die zur elften Ausbildungsplatzmesse „Finde deinen Weg“ in den BBS Verden gekommen sind, haben weder Aufwand noch Kosten gescheut, potenziellen Auszubildenden neben Vorträgen vor allem praktische Einblicke in die Berufsausbildung zu geben. „Das Angebot richtet sich vor allem an die Schüler, die im nächsten oder übernächsten Jahr ihren Schulabschluss machen“, so Frank Weinhold, Koordinator „Region des Lernens“. Er unterstützt mit seinem Team Schulleiter Manfred Runge und weitere Lehrkräften der BBS, die die Veranstaltung vorbereitet und organisiert haben.

Noch heute (8.30 bis 12.30 Uhr) präsentieren sich 86 Aussteller und stellen ihre Berufe vor. Dazu gehören: Kommunen, Institutionen, Firmen aus Handwerk, Industrie, Handel, Bau, Pflege, Dienstleister, Polizei, Bundeswehr und Hochschulstandorte. Nach der offiziellen Eröffnung der Ausbildungsplatzbörse durch Landrat Peter Bohlmann kamen die ersten jungen Interessenten, um sich zu informieren. Viele von ihnen in Begleitung ihrer Eltern. „Wir haben die Messe vor drei Jahren schon einmal mit unserem Sohn besucht. Damals hat er die Kontakte für ein Praktikum geknüpft und später in dem Unternehmen auch einen Ausbildungsplatz zum Mechatroniker bekommen“, erzählt Annemarie Fischer aus Oyten. Sie begleitet ihre Tochter beim Gang über die Ausbildungsplatzbörse. „Man bekommt hier einen guten Überblick, was es überhaupt an Ausbildungsmöglichkeiten gibt und man kann mit Lehrlingen und Ausbildern sprechen“, sagt sie.

Das fanden auch die Schülerinnen Svea Mell und Jana Kunde gut: „Hier werden wir umfassend und gut über die vielen Möglichkeiten informiert.“ Die 17-Jährigen möchten am liebsten einen technischen Beruf lernen, aber einen wirklich konkreten Berufswunsch haben beide noch nicht. Beim Stand der Bundeswehr blieben die jungen Frauen besonders lange stehen und ließen sich von Oberstabsbootsmann Roland Rausch die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten erläutern. Bei der Polizei drehen sich die meisten Fragen um die körperlichen Voraussetzungen für den Beruf und um den erforderlichen Notendurchschnitt auf dem Abschlusszeugnis.

Dass es nicht immer ein Beruf im Büro oder in der Landesverteidigung sein muss, macht Markus Günther von der Firma Röders aus Soltau vielen Jugendlichen deutlich. Der Ausbildungsleiter Mechatronik sagt: „Viele Schulabgänger haben kaum Kenntnisse darüber, was im Handwerk gemacht wird. Zudem ist das Handwerk auch für Frauen und für Abiturienten interessant und bietet ihnen sehr gute Chancen.“

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