Finanzierung gesichert

Sozialministerin übergibt Fördermittelbescheid an Aller-Weser-Klinik

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Endlich geschafft: (v.l.n.r.) Verwaltungsdirektorin Daniela Aevermann, Betriebsratsvorsitzende Eva Hibbeler, Cornelia Rundt, Geschäftsführerin Marianne Baehr, Pflegedirektorin Christine Schrader und Chefarzt Dr. Peter Ahrens. 

Verden - Gut Ding will Weile haben – unter diesem Motto lässt sich die Finanzierung des geplanten Bettenhausneubaus in der Aller-Weser-Klinik in Verden zusammenfassen. Sozialministerin Cornelia Rundt übergab gestern Geschäftsführerin Marianne Baehr persönlich den offiziellen Fördermittelbescheid in Höhe von 30 Millionen Euro, sodass im kommenden Jahr mit dem Bau begonnen werden kann.

„Im Jahr 2004 wurde das Thema bereits das erste Mal diskutiert“, berichtete Landrat Peter Bohlmann und verdeutlichte, dass wahrlich ein langer Atem gefragt war. Im Mai 2009 wurde der offizielle Antrag für den Bau eines Bettenhauses gestellt, 2022 soll dieses dann fertiggestellt sein. Dass es auf dem Weg einige Schwierigkeiten zu beseitigen galt, ist beinahe selbsterklärend. „Das Land Niedersachsen hatte im Krankenhausbereich einen Investitionsstau von 1,7 Milliarden angehäuft. Dieser wird jetzt langsam abgebaut“, wusste Sozialministerin Cornelia Rundt zu berichten. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf insgesamt 37,5 Millionen Euro; 30 davon werden vom Land getragen, der Rest wird zu gleichen Teilen von den Städten Verden und Achim finanziert. 120 Betten plus vier neue OP-Säle soll der Anbau beherbergen sowie eine dann deutlich erweiterte Notaufnahme.

Geschäftsführerin Marianne Baehr zeigte sich hocherfreut über die Entwicklung und bedankte sich sowohl bei Rundt für ihren Einsatz, als auch bei den hiesigen Politikern, die fraktionsübergreifend gut zusammengearbeitet hätten, um das Ziel zu realisieren. „Als im August auf einmal andere Mehrheitsverhältnisse im Landtag herrschten, hat uns allen der Atem gestockt. Da wurde ein bisschen mit den Muskeln gespielt“, zeigte sich Rundt erleichtert, dass der Wechsel der Grünen-Abgeordneten Elke Twesten zur CDU nicht zu einer Abkehr der landesweiten Investitionsvorhaben in den Neubau und die Modernisierung von Krankenhäusern geführt habe.

Gute Fachkräfte durch moderne Ausstattung anlocken

Auch Eva Hibbeler bewertete die Erweiterung der Aller-Weser-Klinik positiv. „Das ist ein klares Zeichen für die Beschäftigten, vor allem bezogen auf eine sichere berufliche Zukunft“, so die Betriebsratsvorsitzende. Über den Faktor, dass gute Fachkräfte durch eine möglichst moderne Ausstattung eher angelockt werden könnten, waren sich alle Anwesenden einig.

Chefarzt Peter Ahrens zeigte sich darüber hinaus sehr angetan von der intensiven Zusammenarbeit mit den zuständigen Personen im niedersächsischen Ministerium. „Da herrschte ein sehr hoher Sachverstand“, zollte er seinen Respekt.

Bei allen positiven Rückmeldungen mahnte Rundt an, dass zwar ein wichtiger Schritt getan sei, aber es noch gelte, die Schwierigkeiten, die mit den Umbauarbeiten einhergingen, zu meistern. „Das ist aufgrund der Perspektive aber vielleicht einfacher möglich“, machte die Ministerin allen Mut. 

ntr

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