Feuerwehrübung im Außenbereich bei Scharnhorst fordert 50 Einsatzkräfte

Ringen um Löschwasser

Die Versorgung der Einsatzkräfte mit Löschwasser erwies sich als Herausforderung.
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Die Versorgung der Einsatzkräfte mit Löschwasser erwies sich als Herausforderung.

Verden - Ein Feuerwehrauto nach dem anderen rauschte am Donnerstag kurz nach 20 Uhr durch Scharnhorst. Nicht nur die eigene Ortswehr, sondern auch die Kameraden aus Dauelsen und Walle wurden zum Einsatz gerufen. Hinter dem Großalarm stand glücklicherweise aber nur eine Übung.

Zunächst wurde nur die Scharnhorster Wehr zu einem Brand in einer landwirtschaftlichen Lager- und Maschinenhalle außerhalb der Ortschaft gerufen. Bei Schweißarbeiten an einem Anhänger, so das Szenario, sei ein Feuer ausgebrochen, das sich schnell auf Heuballen in der Halle ausweitete. Ein Hilfsarbeiter habe vergebens versucht, den Brand selbst zu löschen. Das Feuer habe sich ausgebreitet und der Mann konnte sich nicht mehr rechtzeitig ins Freie retten.

Schnell war bei dieser Ausgangslage für die Übung klar, dass Unterstützung erforderlich ist und die benachbarten Ortswehren zusätzlich alarmiert werden müssen. „Das Alarmstichwort wurde von der Scharnhorster Feuerwehr noch auf der Anfahrt erhöht“, berichtet Pressesprecher Dennis Köhler.

„Unmittelbar nach dem Eintreffen begann ein Trupp unter Atemschutz mit der Suche nach dem im Gebäude eingeschlossenen Hilfsarbeiter und konnte ihn rasch retten. Er wurde ins Freie verbracht und zur weiteren Versorgung an den Rettungsdienst übergeben“, so Köhler. Mehrere Atemschutztrupps gingen dann von innen und von außen gegen den Brand in der Lagerhalle vor.

„Größte Herausforderung für die Einsatzkräfte war hierbei die abgelegene Lage des Brandobjektes.“ Mit dem Befehl „Wasser marsch“, war das so eine Sache. Für eine ausreichende Löschwasserversorgung mussten erst einmal mehrere hundert Meter Schlauchleitung verlegt werden. Die Halle liegt an der Verbindungsstrecke zwischen Scharnhorst und Kirchlinteln, der nächste Hydrant steht jedoch am Scharnhorster Ortsausgang. In der Dunkelheit eines von Nebel durchzogenen Oktoberabends waren diverse Feuerwehrmänner weit abseits der Wohnbebauung mit dem Ausrollen und Kuppeln von Schläuchen beschäftigt.

„Nach rund einer Stunde konnte die Übung für die rund 50 Einsatzkräfte erfolgreich beendet werden“, berichtet Köhler. Michael Müller und Frank Meyer, beide von der Ortsfeuerwehr Scharnhorst, zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf der von ihnen gestalteten Einsatzübung.

„Wir konnten einige Probleme bei der Funkkommunikation feststellen, ansonsten sind wir aber zufrieden mit den gezeigten Leistungen“, resümierte Stadtbrandmeister Peter Schmidt.

wb

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