Besuch bei der Brandruine

Nach Großbrand in Westen: Ehepaar bedankt sich für riesige Hilfsbereitschaft

Verwüstung: Das Feuer hat immensen Schaden angerichtet. Strohballen, landwirtschaftliche Geräte, die Solaranlage, alles zerstört.
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Verwüstung: Das Feuer hat immensen Schaden angerichtet. Strohballen, landwirtschaftliche Geräte, die Solaranlage, alles zerstört.

Thomas Konschak steht neben der Brandruine und lässt den Blick über das Gelände schweifen, wo nasses Stroh, verbogenes Metall, Asche und Schlamm einen Eindruck davon geben, mit welcher Kraft das Feuer hier gewütet hat. Der Westener Ortsbrandmeister kommt auch am Dienstag noch alle paar Stunden vorbei, um Ausschau nach Glutnestern zu halten. Bei der aktuellen Wetterlage könne man nicht vorsichtig genug sein, sagt er.

Westen - Nach dem Großbrand einer landwirtschaftlichen Halle in Westen, bei dem 130 Einsatzkräfte in der Nacht zum Sonntag gegen die Flammen kämpften, ist aber mittlerweile so etwas wie Ruhe eingekehrt in der Ortschaft. Müdigkeit hat sich bei vielen Beteiligten breitgemacht, denn die Löscharbeiten zogen sich nicht nur bis Sonntagabend hin. „Danach haben wir auch noch Brandwache gehalten“, berichtet Konschak. Die hochsommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage hätten den Einsatzkräften einiges abverlangt. Die umliegende Vegetation sei knochentrocken, jeder Funkenflug könne zu einem Problem für die angrenzende Ortschaft werden. „Zum Glück war es bisher weitestgehend windstill.“

Brand in Dörverden: „Ganz viele, die geholfen haben“

Rückblickend sei der Einsatz in Westen eine richtig gute Teamleistung gewesen, erzählt Konschak. „Die Zusammenarbeit zwischen den Ortswehren, der Feuerwehr Verden, dem THW, dem DRK und den örtlichen Landwirten hat hervorragend funktioniert.“ Die Bauern seien noch in der Nacht mit Güllefässern gekommen, hätten sich mit Pendelverkehren an der Wasserversorgung beteiligt und die umliegenden Flächen gewässert. „Lohnunternehmer sind gekommen, haben ihre Mitarbeiter mobilisiert und ihre eigenen Gerätschaften mitgebracht, um bei den Arbeiten zu unterstützen“, so der Feuerwehrmann. „Es waren jedenfalls ganz viele, die geholfen haben.“

„Wir dürfen den Bürgermeister nicht vergessen. Für seinen Einsatz habe ich mich gestern noch persönlich bedankt“, wirft Carsten Dunker ein. Der Besitzer der abgebrannten Halle und seine Frau Frauke sind zu dem Gespräch auf dem Gelände dazu gekommen. Beide sehen müde aus, die vergangenen Tage waren anstrengend. Die Polizei hat noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. „Deswegen will ich dazu nichts sagen“, so Dunker, der die Beamten in Ruhe ihre Arbeit machen lassen will.

Brand einer Lagerhalle in Dörverden: Polizei sucht Zeugen

Aber dem Ehepaar liegt es am Herzen, sich zu bedanken – bei allen, die in den vergangenen Tagen in irgendeiner Form geholfen haben. Beispiele gebe es reichlich. Noch in der Nacht habe zum Beispiel der örtliche Einzelhändler Getränke bereitgestellt, um die Einsatzkräfte und Helfer zu versorgen. Eine Bäuerin habe Bleche mit Kuchen gebacken und diese vorbei gebracht. „Wir von der Feuerwehr kümmern uns zwar auch selbst um Verpflegung, aber wir haben uns sehr darüber gefreut“, so Konschak. Auch die Feuerwehrfrauen hätten für Stärkungen gesorgt, so dass es den Einsatzkräften an nichts mangelte.

Polizeipressesprecherin Sarah Humbach konnte am Dienstag noch keine Aussagen über den Stand der Ermittlungen machen. Sie weist aber noch einmal darauf hin, dass Zeugen, die Hinweise zur Brandentstehung geben können, sich unter Telefon 04231/8060 bei der Polizei in Verden melden sollen.

Feuer in Dörverden: Hinweise zur möglichen Schadstoffbelastung

Auf dem Dach der Scheune war eine Photovoltaikanlage installiert. „Die Verkleidung der Scheune bestand teilweise aus Asbestplatten“, berichtet der Landkreis. Entgegen vorsorglicher Warnungen habe aber keine konkrete Gefahr für die Allgemeinheit in der Umgebung des Brandes bestanden. Die zur Beurteilung der möglichen Schadstoffbelastung des Bodens entnommenen Proben werden derzeit durch einen Sachverständigen geprüft. Die Brandabfälle müssten aber in jedem Fall sachgerecht entsorgt werden. Sofern im Umfeld der Einsatzstelle noch Aschereste gefunden werden, sollten diese mit Schutzhandschuhen aufgenommen und in einem Müllbeutel verschlossen über die außenstehende Restmülltonne entsorgt werden. Für Rückfragen zur Entsorgung steht der Landkreis unter Telefon 04231/15377 zur Verfügung.

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