Tipps zu Ursachenklärung und Sanierung

Feuchtigkeit und Schimmel im Sommer

Verden - In diesem feuchten Sommer gibt es in vielen Häusern Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmelbildung. „Der Schimmel findet sich nicht nur an Kellerwänden, sondern auch an Wänden und Fußböden in der Wohnung, in Schränken und sogar in der Wäsche“, sagt Klaus Nottebaum, Energieberater der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Die Einrichtung bietet für  Mittwoch, 13. und 27. September, jeweils von 11 bis 17.30 Uhr, in der Stadtbibliothek Verden, Holzmarkt 7, wieder eine Energieberatung an. Die Terminvergabe erfolgt unter Telefon 0160/93052118. Der Kostenanteil an dieser Energieberatung beträgt fünf Euro. Auch Vor-Ort-Termine können im Rahmen eines Energiechecks vereinbart werden.

Ursachen für das Auftreten von Schimmelpilzen seien falsches Lüften und Heizen, eine unzureichende Wärmedämmung der Außenbauteile oder eine fehlende Sperrschicht gegen aufsteigende Feuchtigkeit, so Nottebaum weiter.

Etwa zehn Liter Wasser werden in einem Vier-Personen-Haushalt täglich an die Raumluft abgegeben, zum Beispiel beim Kochen und Duschen oder einfach durch den Aufenthalt von Menschen. Dieses Wasser muss durch Lüften nach draußen gefördert werden. „Bei feuchtem und warmem Wetter im Sommer funktioniert das allerdings nicht, denn dann kommt unter Umständen mehr Feuchtigkeit herein als hinausgeht“, erklärt Klaus Nottebaum. Bei solchen Wetterlagen sei es empfehlenswert, nachts ein oder mehrere Wohnungsfenster gekippt aufstehen zu lassen. „Zumindest in kühlen Sommernächten lässt sich auf diese Art die Luftfeuchtigkeit und die Schimmelgefahr im Haus erheblich senken. An heißen Sommertagen sollten die Fenster und Türen besser geschlossen bleiben“, so der Experte.

Im Winterhalbjahr hingegen besteht die Gefahr, dass sich die Feuchtigkeit an den kalten Außenwänden niederschlägt. Deshalb ist es dann ganz besonders wichtig etwa dreimal täglich kurz und kräftig zu lüften. Besser ist, die Feuchtigkeit mit einem Hygrometer zu überprüfen und das Lüftungsverhalten danach auszurichten.

Die Schimmelgefahr ist in der kalten Jahreszeit umso größer, je schlechter die Außenbauteile gedämmt sind. In vielen Fällen ist es empfehlenswert, die Wärmedämmung der Gebäudeaußenhülle zu verbessern, denn dadurch kann die Oberflächentemperatur der Wände und Decken angehoben werden. Das wird als angenehm empfunden, steigert somit die Wohnqualität und ist gleichzeitig ein Beitrag zum Umweltschutz, da Energie eingespart wird. Für die Verbesserung des Wärmeschutzes in Bestandsgebäuden stellt der Bund zinsgünstige Kredite und Zuschüsse zur Verfügung.

Rubriklistenbild: © dpa

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