Neujahrsempfang der St. Andreasgemeinde mit Rückschau und Ausblick

St.-Andreasgemeinde- Festwoche zum 800-jährigen Jubiläum

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Die Kantorei St. Andreas bereicherte den Gottesdienst, der neben geistlichen Impulsen vor allem Informatives beinhaltete.

Verden – Neben geistlichen Impulsen brachte der gestrige Gottesdienst mit anschließendem Neujahrsempfang in der St. Andreaskirche auch viel Informatives. Die Kantorei und der Posaunenchor gaben dem Gottesdienst einen festlichen Rahmen.

Der Kirchenvorstand schaute auf das vergangene Jahr zurück und gab einen Ausblick auf 2020, in dessen Mittelpunkt die Feierlichkeiten zum 800-jährigen Jubiläum der St. Andreasgemeinde stehen. Im Anschluss an den Gottesdienst war bei einem kleinen Imbiss und Getränken im Turm die Gelegenheit für Gespräche.

Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Matthias Langemeier, hatte einige Zahlen mitgebracht. Auch in der St. Andreasgemeinde ist die Zahl der Mitglieder rückläufig. 2019 standen 19 Austritten fünf Zupfarrungen und zwei Neueintritte gegenüber. Darüberhinaus gab es im vergangenen Jahr 14 Taufen, 7 Trauungen sowie 32 Beerdigungen.

Die Zahl der Konfirmationen habe mit 18 den niedrigsten Stand seit zehn Jahren erreicht, so Langemeier. Als erfreulich bezeichnete er jedoch, dass in diesem Jahr 30 und im nächsten 25 Konfirmanden zu erwarten seien.

Bei Sekt und Häppchen war Zeit zum Gespräch.

Der Kirchenvorsteher betonte, dass Kirche, Gottesdienst und Gemeindeleben in St. Andreas nach wie vor attraktiv für die Menschen seien. „Das macht uns Mut, aber wir müssen auch reagieren.“ Eine geringere Zahl der Gemeindemitglieder ziehe geringere Zuwendungen der Landeskirche nach sich. Dies betreffe alle Verdener Kirchengemeinden. „Es wird daran gearbeitet, dass die Kirche stark bleibt und die Aufgaben mit weniger Personal bewältigt werden können“, so Langemeier. Als ein gutes Beispiel für die Kooperation der Gemeinden nannte er die Sommerkirche.

Kirchenvorsteherin Claudia Wittboldt-Müller gab einen Überblick über den Fortgang des „Glockenprojektes“. Neben der großen Glocke von 1958 gibt es im Turm der St. Andreaskirche auch eine alte Glocke, die mindestens 750 Jahre alt ist und jetzt geschont werden soll. Die Stiftung St. Andreas hat es sich zur Aufgabe gemacht, die benötigten Spenden in Höhe von 60 000 Euro für eine neue Glocke zu akquirieren. Ziel sei es, dass die neue Glocke noch im Jubiläumsjahr läutet, berichtete Wittboldt-Müller.

Sabine Struß vom Kirchenvorstand stellte das neue einjährige Konfirmandenmodell vor, das dieses Jahr beginnt. „Dieses Modell eröffnet neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden“, so Struß. Die Zahl von 70 Unterrichtsstunden bleibt bestehen. Während der 15-monatigen Konfirmandenzeit verteilen sie sich auf den klassischen Unterricht, Projekttage, Freizeiten und Konfirmandentage.

Abschließend gab Matthias Langemeier einen Ausblick auf die Festwoche zum Gemeindejubiläum im Juni. Diese startet am 21. Juni mit einem Familiengottesdienst mit anschließendem Gemeindefest. Am 22. Juni gibt es einen Vortrag mit Dr. Walter Jarecki über die Geschichte der Gemeinde. Jazz und Soul in der Kirche sind für den 26. Juni geplant, wenn Sarah Kaiser und Band auftreten. Mit einem Festgottesdienst und einem Vortrag von Landesbischof Ralf Meister am 28. Juni endet die Jubiläumswoche.

Zum Schluss dankte Langemeier allen Haupt- und Ehrenamtliche für ihr Engagement. Pastorin Bettina Kattwinkel-Hübler gab den Dank an den Kirchenvorstand zurück.

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