Festival-Abschlussveranstaltung „Jugend jazzt“ vor dem Rathaus / Mars-Förderpreis und OLB-Band-Preis vergeben

Junge Talente begeistern in ungewöhnlichen Formationen

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Die Combo von Frank Schoettl mit Sänger Julian Janke erhielt den Mars-Förderpreis.

Verden - Viele Jazzbegeisterte genossen den Abschluss der Jazz- und Bluestage bei schönem Wetter auf dem Rathausplatz. 70 Nachwuchsjazzer in elf Ensembles präsentierten die Ergebnisse ihrer Workshoparbeit im Domgymnasium. Für viele war es der erste Auftritt vor einem großen Publikum. Unterstützt wurden sie von den Dozententeams aus Jazzmusikern.

Ihrem Publikum boten die jungen Jazzer so allerhand. Klassiker von Herbie Hancock, Miles Davis, Al Jarreau und James Brown, aber auch Eigenkompositionen waren zu hören. Einige Formationen spielten in klassischer Besetzung, andere völlig ungewöhnlich. So begeisterte die aus sieben Drummern bestehende Formation „The Drumatics Reloaded“ mit „Dub Step City“, einem Stück ihres Dozenten Stefan Ulrich. Hörenswert auch das Bass Nonett von Axel Hartig. Neun Bassisten und Bassistinnen begeisterten mit dem „Mission Impossible Theme“, das sie im 5/4- und 4/4-Takt spielten. Überraschender Sound auch bei Deep Brass. Die Formation spielte ihr „Acht Uhr abends“ ausschließlich auf Blasinstrumenten.

Mit Spannung erwartet wurden die Preisverleihungen. Der Mars-Förderpreis, mit 400 Euro dotiert, soll junge Künstler in ihrem Werdegang unterstützen. Er ging zu gleichen Teilen an die Combo von Frank Schoettl sowie Drummer Johannes Terjung aus Bremen und Trompeter Julius Pätzhold aus Göttingen. „Alle Preisträger haben sich in den Workshops besonders hervorgetan“, so Koordinator Michael Spöring. Terjung spielte bei „The Drumatics Reloaded“, Pätzhold engagiert sich in der wiederbelebten „Funky fresh Jazzband“ von Benny Grenz, die dem Publikum später noch tüchtig einheizte. Die Combo von Frank Schoettl fiel durch die für eine Jazzband ungewöhnliche Besetzung mit drei Flöten auf. Viel Applaus gab es beim Auftritt für Sänger Julian Janke, der es ordentlich swingen ließ. Der Zwölfjährige gehört nicht nur zu den jüngsten Teilnehmern, sondern ist auch der erste männliche Sänger bei Jugend jazzt.

Auch der OLB-Band-Preis wurde im Laufe des Nachmittags vergeben. Freuen konnte sich die Basement Jazzband. Die fünf jungen Männer aus Verden und Langwedel gelten als hoffnungsvoller Nachwuchs für die örtliche Jazzszene. „Es ist selten, dass junge Leute ausschließlich Jazz-Standards spielen“, kommentierte Axel Hartig von der gleichnamigen Musikschule.

ahk

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