Fest mit buntem Programm: Grundschule am Lönsweg feiert 20. Geburtstag

Im Land der Blaukarierten

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Das Lied „Im Land der Blaukarierten“ passt zur Philosophie der Schule.

Verden - Sie ist zwar klein, war aber durch die gelungene Kooperation mit der Lebenshilfe von Anfang an etwas Besonderes. Seit 20 Jahren gibt es die Grundschule am Lönsweg als fünfte Einrichtung für Abc-Schützen in Verden. Dieser runde Geburtstag wurde am Donnerstag mit einem bunten Fest gefeiert. Zum Auftakt trafen sich Eltern, Lehrer, Schüler und der Schule Verbundene zu einer gemeinsamen Feierstunde in der Pausenhalle.

Passend zur Philosophie der Schule eröffnete der Chor die Feierstunde mit dem Lied „“. Darin geht es darum, sich gegenseitig vorurteilsfrei anzunehmen, auch wenn einer „anders“ ist.

Schulleiter Sven Ommen erinnerte an die Geschichte der Schule. Das Gebäude wurde 1968 als Schule für die Kinder der englischen Soldaten gebaut. 1994, nach Abzug der Engländer, wurde sie von der Stadt Verden übernommen, umgebaut und wird nun seit 1995 als Grundschule genutzt. „Viele Menschen haben sie zu dem gemacht, was sie heute ist, eine schöne, erfolgreiche Schule mit einem markanten Profil“, so Ommen. Er bezeichnete die Einrichtung stolz als „soziales Gesamtkunstwerk“, in dem das Miteinander von Anfang an das Wichtigste gewesen sei. So gab es von Beginn an zwei Sprachheilklassen, wenig später kamen zwei Klassen der Lebenshilfe dazu.

Als weiteren Schwerpunkt nannte Ommen die Natur, schon allein bedingt durch die Nähe zum Wald. Seit 2003 gibt es zudem den Garten, der mit engagierter Hilfe der Eltern ständig erweitert wird.

Musik und Kunst werden am Lönsweg groß geschrieben. Oft zeigen die Kinder im Morgenkreis, was sie vorbereitet haben. Damit hätten sie schon ab der ersten Klasse „Bühnenerfahrung“, auch das sei ein wichtiger Baustein der Präventionsarbeit.

Seit fünf Jahren ist die Einrichtung eine offene Ganztagsschule. „Wir versuchen eine große Vielfalt anzubieten, darauf können wir stolz sein. Unser Ziel ist, den Begabungen der Kinder gerecht zu werden“, schloss Ommen.

Sylvia Barthel, Leiterin der Liekedeelerschule der Lebenshilfe, überbrachte die Grüße ihres Kollegiums. Seit 20 Jahren sei das Verhältnis zueinander von großem Engagement und Partnerschaft geprägt. „Das hat uns beflügelt, in unserer Arbeit weiterzumachen.“ Mittlerweile seien alle Klassen der Lebenshilfe an Regelschulen untergebracht, daran habe die Einrichtung großen Anteil. „Hier herrscht ein Geist, der fasziniert und mitreißt. Hier ist ein bunter, lebensfroher Ort, an dem die unterschiedlichsten Menschen zusammenkommen“, so Barthel.

„Ich hoffe, dass die erfolgreiche Arbeit hier weitergeht“, sagte Jörg Rokitta, Dezernent der Landesschulbehörde Rotenburg. Er hatte für jede Klasse eine Packung Wachsmalstifte mitgebracht. Damit die Lehrer fit bleiben, bekamen sie einen Gummitwist.

„Es war eine gute Entscheidung, die GS am Lönsweg zu behalten“, stellte Bürgermeister Lutz Brockmann fest. Er dankte allen Menschen, die dazu beigetragen haben, dass sie Vorbildcharakter hat. Auch die ehemalige Leiterin Hannelore Wessel war gekommen. „In dieser Schule sollten die Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen. Wir waren der Inklusion 20 Jahre voraus, das wurde auch gelebt.“

Nach der Feierstunde hatten die Gäste Gelegenheit, sich im Gebäude umzusehen und die Ergebnisse aus der Projektwoche und den Mitmachaktionen zu betrachten. Auf dem Schulhof sorgte die Band der Lebenshilfe „Hau drauf“ für Stimmung. Bis in den frühen Abend gab es in der Pausenhalle ein Bühnenprogramm mit Liedern und Theater.

ahk

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