Feline Sander gewinnt Jugendpokal

Geländeritt mit Hindernissen

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Die Versorgung einer verletzten Person (Antje Dreißig) gehörte zu den Aufgaben beim Geländeritt. Reiterin Stefanie Warkenthin (r.) kümmert sich.

Steyerberg/Verden - Corinna Meyer aus Nedden belegt den vierten Platz bei der Niedersächsischen Endausscheidung im Geländereiten in Steyerberg. Den Jugendpokal gewann Feline Sander vor Svea Wiechers. Die Prüfung bestand aus drei Teilen: Theorie, Geländeritt und Trailaufgaben. Veranstalter war die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer (VFD).

30 Finalisten, unter anderem das Team Corinna Meyer und Stefanie Warkenthin, vom VFD Verden, gingen nach einer Abrittkontrolle pünktlich auf die Geländestrecke. Sie wurde in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Steyerberg ausgearbeitet. Vorher hatten alle schon den ersten Teil dieses dreiteiligen Wettbewerbes, den Fragebogen rund ums Pferd, beantwortet.

Dieser Endausscheid war alles andere als langweilig, denn nach ein paar Kilometern im Gelände kam es zu einer kritischen Situation: Eine junge Mutter mit Kinderwagen kam schreiend aus dem Wald gelaufen. Sie war mit Pferd und Tochter Jule spazieren gegangen, als das Pferd wohl gescheut und ausgeschlagen hatte. Die Mutter war im Gesicht getroffen und das Tier weggelaufen.

In Panik rannte die Frau mit dem Kind im Kinderwagen über den Acker, um ihr Pferd zu suchen, hatte dabei noch gar nicht mitbekommen, dass ihr Nasenbein gebrochen war und sie stark blutete. Die Pferde der Verdener Finalisten blieben trotz Kinderwagen cool, aber die Reiterinnen hatten Mühe, die aufgebrachte Mutter überhaupt „einzufangen“, um ihr helfen zu können. Sie waren noch viel irritierter, als Jule sich aus dem Kinderwagen meldete. „Da ist ja ein echtes Kind drin“, sagten sie.

Antje und Jule Dreißig sowie Rebecca König vom VFD-Bezirksverband Verden hatten eine Erste-Hilfe-Situation simuliert. Sie brachte manchen Reiter an ihre Grenzen. Zu den Aufgaben gehörten das Absetzen des Notrufs und die Einweisung des Krankenwagens.

Die Herausforderung wurde von souverän bis chaotisch gemeistert. Viele der Verdener holten hier bereits eine hohe Punktzahl. Der weitere Streckenverlauf verlief dann etwas ruhiger. Nach ein paar Stunden im abwechslungsreichen Gelände, bei dem noch eine Giftpflanzenstation zu bewältigen war, stand dann der dritte Teil des Finals an, die Trailaufgabe.

Hier trennte sich die Spreu vom Weizen, egal ob beim Überqueren unbekannter Untergründe oder beim Rückwärts-Slalom um Pylonen.

Es gab nur die volle Punktzahl, wenn der Reiter das volle Vertrauen von seinem vierbeinigen Partner hatte und vom Rücken des Pferdes jedes Bein einzeln zu dirigieren wusste. Exaktes Reiten auf den Punkt wurde von den beiden strengen Richterinnen Eva Vogel (Osnabrück) und Martina Gerndt (Verden) gefordert. In der Gesamtwertung lagen Corinna Meyer und Lucky vier Punkte hinter der Drittplatzierten, (Sandra Pendl, Osnabrück) und keine sieben Punkte hinter der Gewinnerin (Isabell Eimertenbring, Osnabrück). Platz zwei belegte Anja Hagel aus Riepe bei Scheeßel vom Bezirksverband Hohe Heide.

Von den elf Teilnehmern aus dem Verdener Bezirksverband freute sich Melanie Sander aus Westemholz über Platz zehn und über den Meistertitel ihrer Tochter. Feline Sander holte den Jugendpokal, der zweite Platz bei den Jugendlichen ging an Svea Wiechers, ebenfalls aus dem Verdener Bezirksverband.

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