Ausschüsse müssen sich mit Containerlösung und zusätzlichen Gruppen befassen

Es fehlen Plätze in Verdens Krippen und Kitas

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urn:newsml:dpa.com:20090101:130710-99-05200

Verden - Verden wächst: Neubaugebiete locken junge Familien in die Allerstadt. Auch die Geburtenrate steigt. Weil gleichzeitig immer mehr Eltern ihren Nachwuchs früh in den Kindertagesstätten anmelden, hat die Stadt nun aber ein Problem. Es fehlt an Plätzen, sowohl in den Gruppen für die ab Dreijährigen als auch in den Krippen für die ganz Kleinen.

45 Kita- und 14 Krippenplätze zu wenig hat der Fachbereich (FB) Bildung und Kultur ausgemacht. Ohne den Bedarf, der sich eventuell noch durch Flüchtlingskinder ergeben könnte, wie FB-Leiter Hans-Jürgen Bohling im Ausschuss für Jugend- Sport und Soziales betonte.

Das Gremium hatte sich am Donnerstag auf Wunsch der Verwaltung getroffen. Quasi zur Vorbereitung der nächsten Sitzung, die bereits in zwei Wochen stattfindet. Am 27. April, ab 18.30 Uhr, tagt der Ausschuss gemeinsam mit dem Ortsrat Hönisch und dem Finanzausschuss in der Kita Hönisch, um über konkrete Maßnahmen zu beraten.

In dem Aller-Weser-Dreieck ist der Mangel besonders groß: 11 Kita- und 13 Krippenplätze fehlen hier ab dem Sommer 2016. Vor dem Hintergrund, dass der Neubau in Hönisch erst im Juli 2012 eingeweiht wurde, sei dies besonders bedauernswert, sagte Bildungskoordinatorin Dr. Christiane Morré.

Nun ist schnelles Handeln gefragt. „Wir haben hin und her überlegt“, so Morré. Am Ende sei man, auch in Absprache mit der Kindergartenleitung, zu dem Ergebnis gekommen, dass eine mobile Lösung die Lücke zwischen Bedarf und Angebot übergangsweise schließen soll.

Ab November könnte ein hochwertiger Container auf dem Gelände der Einrichtung sowohl eine Krippen- als auch eine Kindergartengruppe beherbergen, erklärte die Bildungskoordinatorin. Veranschlagt sei ein Zeitraum von fünf Jahren. Und so es sich bei den Anmeldungen nicht um einen Spitzenwert handele, sei mittelfristig eine Erweiterung der Kita in Hönisch sinnvoll.

Auch im Bereich Borstel muss die Stadt tätig werden. Um die Anfragen der Eltern bedienen zu können, wird zum nächsten Kindergartenjahr in der Kita Carl-Hesse-Straße eine zusätzliche verlängerte Vormittagsgruppe eingerichtet. Und in der Jahnschule soll sich zum Herbst zu den zwei Kindergarten- eine Krippengruppe gesellen. Das sei bereits mit der Landesschulbehörde sowie mit den Kita-Eltern der Carl-Hesse-Straße abgestimmt, sagte Christiane Morré.

Die Domgemeinde denke außerdem darüber nach, im Stephanus-Haus wieder eine Kindergarten-Gruppe einzurichten. Das sei jedoch noch nicht in trockenen Tüchern, betonte die Bildungskoordinatorin.

Angesichts der Ausweisung weiterer Baugebiete, wie in Dauelsen, werden sich Verwaltung und Politik mittelfristig mit der Schaffung weiterer Kindergartenplätze befassen müssen, machte die Sitzung deutlich. Inwieweit hier Flüchtlinge eine Rolle spielen, ist nicht abzusehen, da die Zahlen ständig variieren. Erklärtes Ziel für 2017 sei es aber, auch diesen Mädchen und Jungen einen Platz im Regelkindergarten anbieten zu können. - kp

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