Spitzenpreis von 62 000 Euro für Belaggio auf Auktion des Hannoveraner Verbands

Favorit bestätigt Erwartungen

Teuerstes Pferd war der Wallach Belaggio, der nach Belgien verkauft wurde. - Foto: Woelki

Verden - Der vierjährige braune Wallach Belaggio eröffnete mit der Kopfnummer eins nicht nur die März-Auktion des Hannoveraner Verbandes in der Verdener Niedersachsenhalle, er führte am Ende auch mit 62 000 Euro die Statistik an. Insgesamt 84 Pferde kamen zur Versteigerung. Durchschnittlich mussten die Bieter 17 914 Euro für ein Talent anlegen. Damit lag der Durchschnittspreis knapp unter dem des Vorjahres: 18 328 Euro.

Der vierjährige braune Wallach Belaggio von Belissimo M/Ehrentanz (Züchter und Aussteller Gestüt Hülsdau, Marl) hatte im vergangenen Jahr bei Auftritten im Reitpferdechampionat für Aufsehen gesorgt. Bei der Auktion am Ostersonnabend wurde er seiner Favoritenrolle gerecht. Es war zugleich ein besonderer Einstand für den neuen Auktionator Frederik De Backer, der erstmals neben Bernd Hickert den Hammer schwang, denn der Belgier erteilte den ersten Zuschlag in Verden an einen Kunden aus seinem Heimatland.

Spannend war auch das Bieterduell um das begehrteste Springpferd. Der 2012 geborene Wallach Voodoo von Valentino/Contendro (Züchter Werner Wegener, Wunstorf, Aussteller Torben Wegener, Wunstorf) steht am Beginn einer verheißungsvollen Sportkarriere. Für 50 000 Euro ersteigerte ihn ein Kunde aus den Niederlanden.

Insgesamt war für jeden Kundenwunsch das passende Tier dabei. Die Preisspanne lag zwischen 7 000 und dem Spitzenpreis. 44 Pferde bleiben im Inland, 37 wurden ins Ausland verkauft. Stark war die Käuferschaft aus Skandinavien aufgestellt. Drei Talente wurden nach Finnland verkauft, vier nach Schweden.

Von den Besitzern aus dem Kreis Verden erhielt Axel Windeler (Verden-Walle) für seinen dreijährigen Hengst Royal Classic III von Royal Highness/Florestan I 47 000 Euro. Der Hengst bleibt im Inland. Zufrieden dürften auch Gudrun und Heinrich Luttmann gewesen sein, denn ihr vierjähriger Wallach Sherlock Holmes von Stolzenberg/Giorgio wurde für 34 000 Euro (Ausland) versteigert. Dirk Radeke (Verden) erhielt für die fünfjährige Stute Femme fatale von Floriscount/Sugunas XX 15 500 Euro, Harm Röpke (Emtinghausen) für den vierjährigen Wallach Quater Pats Two von Quaterhall/Prince Thatch xx 17 500 Euro, das Gestüt Eichenhain (Varste) für den sechsjährigen wallach Quincy Jones von Quintender/Grannus 9 000 Euro und Cord Badenhoop-Clausen für seine beiden Pferde So Happy BC von Sarkozy/Donnerhall und First Lady BC von Floriscount/Don Frederico 7 000 und 8 000 Euro.

„Der Termin am Ostersonnabend war ideal. An den freien Tagen nutzten viele Interessenten die Zeit, um sich im Vorfeld mit den Auktionspferden zu beschäftigen“, befand Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener.

„Endlich wieder Fohlen“, kündigte Auktionator Bernd Hickert die 41-köpfige Kollektion der ersten Vertreter des Jahrgangs 2016 an. Auch hier blieb der Preis des ersten Fohlens unerreicht. 32 000 Euro war der dunkelbraune Franziskus/Soliman de Hus-Sohn Freelancer (Zuchtgemeinschaft Meyer, Walsrode) einem Züchter aus Nordrhein-Westfalen wert. Insgesamt erzielten die 41 Fohlen einen Durchschnittspreis von 7 085 Euro. - jho

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