Indischer Abend in St. Josef

Faszinierend und ein Land voller Gegensätze

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Rita Schenkel hat sich mit einem indischen Sari neu eingekleidet.

Verden - Impressionen aus Indien, einem sehr schönen aber auch widersprüchlichen Land, gab es am Donnerstagabend im Gemeindezentrum St. Josef.

Im Januar hatte sich eine 33-köpfige Gruppe aus den Gemeinden St. Josef Verden und St. Matthias Achim auf die 14-tägige Reise nach Indien begeben. Organisiert wird die Reise jährlich von dem aus Indien stammenden Pastor Sebastian Chencheril von der St. Matthias Gemeinde.

Unterlegt von beeindruckenden Bildern berichtete zunächst Michael Beck von dem ersten Teil der Reise in den Norden Indiens. Die erste Station war Delhi, wo sich auch gleich die ersten Gegensätze zeigten. Direkt neben den Slums findet man Blumenschmuck, der täglich erneuert wird. Auf dem Programm der Reisegruppe stand die Besichtigung des 2005 eingeweihten Akshardham-Tempels. „Dieser Tempel spiegelt die Hindukultur wider, in der es 333 Millionen Gottheiten gibt“, berichtete Beck.

Auch Taj Mahal besucht

Die Reise ging weiter nach Agra zum berühmten Taj Mahal. Das schneeweiße Gebäude mit seinen runden Kuppeln, dem Marmorboden, seinen imposanten Verzierungen und den weitläufigen Gärten verfehlte seine Wirkung auf die Reisenden nicht.

Die Reisegruppe aus den Gemeinden St. Josef und St. Matthias erlebte im Juni zwei unvergessliche Wochen in Indien. Dabei besuchten die Reisebegeisterten auch Keezhor, die Heimatgemeinde von Pastor Sebastian Chencheril (r.).

Wieder zurück in Delhi stand die Besichtigung des Lotustempels auf der Tagesordnung. Dieser Tempel ist der bislang jüngste der weltweit sieben Bahai-Tempel. Er wurde 1986 eröffnet und steht allen Religionen zum Gebet offen. In Neu-Delhi befindet sich der Sikh Tempel Gurudwara Bangla Sahib. Er verfügt über eine Armenküche, in der täglich 10 000 Essen ausgegeben werden.

Vom zweiten Teil der Reise in den Süden Indiens berichtete August-Wilhelm Schinkel. Auch in Kerala fiel sofort wieder ein Gegensatz ins Auge. Neben der kommunistischen Flagge mit Hammer und Sichel war der Spruch „God´s own country“ zu lesen. „Die Ortsschilder sind teilweise in acht Sprachen beschriftet, in Indien leben 1,3 Milliarden Menschen, es gibt 350 Sprachen und viele verschiedene Religionen, aber die Menschen begegnen sich hier niemals mit Hass“, erzählte Schinkel beeindruckt. 

In Orange Country erlebte die Reisegruppe eine atemberaubende Landschaft, sah auf der Safari Elefanten, Affen und Alligatoren. In Cheraman besuchte die Gruppe die älteste Moschee Indiens. In Cochin treffen uralte Tradition und Moderne aufeinander. Vor der Kulisse eines Containerterminals breiten die Fischer ihre Netze aus. In Thakaddy war die Expedition durch die Tee- und Gewürzplantagen für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis. Mit dem Boot ging es durch die Kanäle der Plantagenlandschaft im Süden von Karala.

Heimatgemeinde des Pastors besucht

Endstation und Höhepunkt der Reise war ein Besuch in Keezhoor, der Heimatgemeinde Pastor Chencherils. Die Reisegruppe wurde von den Bewohnern feierlich mit Musik empfangen. Gemeinsam erlebten alle einen ergreifenden Gottesdienst.

„In Indien war ich am meisten von den Menschen beeindruckt. Sie sind freundlich und aufgeschlossen“, sagte Schinkel. Noch nie in seinem Leben habe er so vielen fremden Frauen hinterher gesehen, gestand er. Er sei einfach von den Saris in den leuchtenden Farben fasziniert gewesen. Für Schinkel und seine Frau Rita steht schon fest, dass sie im nächsten Jahr wieder mitfahren.

ahk

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